Austria

Foto von Geldbündeln in Straches Sporttasche

Neues gibt es wieder in den Spesen-Affäre um Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Ein Foto zeigt offenbar dicke Geldbündel in seinen Taschen.

Die Vorwürfe im Spesen-Skandal gegen Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache weiten sich aus. Strache wird nicht nur vorgeworfen, Whirlpool-Reparaturen, private Einkäufe, Nachhilfe und Schulgeld für die Kinder oder einen Winterurlaub auf FPÖ-Kosten verrechnet zu haben, auch angebliche Bargeldfunde bei ihm Sorgen für Aufsehen.

Der frühere Sicherheitsmann von , Oliver R., soll den Ermittlern brisante Fotos übergeben haben, auf denen mit Geldbündeln gefüllte Sporttaschen von Strache in seinem Dienstauto zu sehen seien. Straches Ex-Assistentin, die ebenfalls vor den Ermittlern ausgepackt hat, will sich an "die vielen mit 'Gummiringerl' gebündelten 50er-Scheine erinnern".

FPÖ-Millionen für Vertrauensmann?

Wie das Ö1-Morgenjournal berichtet, könnte eine Anzeige die Taschen voller Geld aufklären. Der Anzeige zufolge "könnte das Geld von osteuropäischen Geschäftsleuten stammen, ukrainisch-russische Geschäftsleute könnten involviert sein", heißt es. Der Verdacht im Konkreten: Thomas Schellenbacher zog im Oktober 2013 für die FPÖ in den Nationalrat ein.

Schellenbacher soll "ein Vertrauensmann" ukrainischer Geschäftsleute mit einer Verbindung zu einem Hotel am Semmering gewesen sein – und für das Mandat sollen zehn Millionen Euro an die FPÖ geflossen sein. Drei FPÖ-Politiker waren zwar vor Schellenbacher gereiht gewesen, alle verzichteten aber auf ihr Mandat.

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Regelmäßig Sporttaschen erhalten"

Die Anzeige bezüglich der angebliche Strache-Geldtaschen sei kurz vor den Hausdurchsuchungen bei Strache, seinem Ex-Leibwächter und seiner Ex-Assistentin im September 2019 eingegangen. "Strache habe regelmäßig Sporttaschen voller Bargeld erhalten", verwiest Ö1 auf den Wortlaut der Anzeige.

Das nun aufgetauchte Foto soll eine dieser Taschen im Jahr 2013 zeigen. Straches Ex-Leibwächter betone dabei, dass die Tasche aus der Wiener Kanzlei eines Ex-FPÖ-Abgeordneten von Strache persönlich abgeholt worden sei. Gegenüber Ö1 erklärt Straches Anwalt Johann Pauer, er könne zu den neuen Vorwürfen noch nichts sagen.

"Glaubt ja nicht mal der Anzeiger"

"Jeder kann Sporttaschen fotografieren und jeder kann irgend etwas dazu behaupten. Dass das auch nur annähernd irgendwie der Wahrheit entspricht, glaubt ja nicht einmal der Anzeiger selbst", erklärte der Anwalt im September beim Aufkommen der ersten Vorwürfe.