Austria

EU ist zweitgrößter Vernichter von Regenwald

Die mit Abstand größten Verursacher von Abholzung durch EU-Importe waren dem Bericht zufolge Soja und Palmöl, für deren Anbau oder Produktion Wälder in Südamerika beziehungsweise Südostasien weichen mussten. Dahinter folgten Rindfleisch, Holzprodukte, Kakao und Kaffee. 

Für Österreich hat sich am Mittwoch dazu die „Bürgerinitiative für ein Lieferkettengesetz“ gemeldet. „Durch fehlende Herkunftskennzeichnung ist eine Rückverfolgbarkeit kaum möglich, Konsumenten werden zu unfreiwilligen Unterstützern des Raubbaus“, so die Initiative in einer Aussendung.

SPÖ fordert transparente Lieferkette
Die SPÖ wiederholte in dem Zusammenhang auch die Forderung nach einer Umsetzung des Lieferkettengesetzes, wie das in Deutschland bereits der Fall ist. Das Gesetz verpflichtet Konzerne entlang ihrer gesamten Lieferkette zur menschen- und umweltrechtlichen Sorgfalt, ein Antrag in diese Richtung wurde bereits von der SPÖ eingebracht. Er sei von der Regierungsmehrheit vertagt worden, beklagt die SPÖ. 

„Waren, die auf dem europäischen Markt landen, müssen frei von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung produziert worden sein. Dafür müssen wir Konzerne in die Pflicht nehmen, die mit ihren globalen Lieferketten die Verantwortung tragen“, so SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr.

Niederlande und Belgien hauptverantwortlich
Unter den EU-Ländern ist Deutschland für die meiste Abholzung durch Importe verantwortlich: Im Schnitt wurde dafür zuletzt pro Jahr eine Waldfläche von 43.700 Hektar gerodet - eine Fläche etwa halb so groß wie Berlin. Nach Einwohnern gerechnet liegt Deutschland allerdings in etwa im EU-Schnitt. 

Der meiste Wald pro Einwohner wurde für Importe in die Niederlande, nach Belgien und Dänemark abgeholzt. Der WWF-Bericht zeigt aber auch, dass die durch EU-Importe verursachte Rodung zwischen 2005 und 2017 um 40 Prozent reduziert wurde.

Wälder „unsere Lebensversicherung“
Der WWF forderte die EU-Kommission nun auf, für bessere und verbindliche Umwelt- und Sozialstandards in den internationalen Handelsbeziehungen zu sorgen. Als ersten Schritt brauche es dazu ein starkes EU-Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten.

„Die Ära der Naturzerstörung muss enden, denn natürliche Ökosysteme wie Wälder sind unsere Lebensversicherung“, erklärte Christiane Scholl vom WWF. Freiwillige Absichtserklärungen von Regierungen und Unternehmen, Lieferketten entwaldungsfrei zu gestalten, hätten Naturzerstörung bisher nur in Einzelfällen gestoppt.

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