Austria

Es ist zwar mehr erlaubt, aber weit nicht alles möglich

Aus dem von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Corona-Nothilfe-Topf von 700 Millionen Euro für Sport und Kultur – gestern auch vom Parlament abgesegnet – ist laut Sport-Austria-Präsident Hans Niessl bisher noch kein Cent geflossen. Das Wiederhochfahren des Sportlebens im Land geht dagegen in einigen Bereichen etwas schneller.

Seit gestern ist das Betreten von Indoor-Sportstätten unter Einhaltung eines Mindestabstandes von zwei Metern wieder möglich, dazu wären ab nun 100 Zuschauer sowohl drinnen wie draußen bei Veranstaltungen erlaubt. "Für uns ist schon die Möglichkeit, wieder in die Halle zu gehen, eine Riesensache. Wir mussten viel improvisieren in letzter Zeit", sagt Florian Stangl von Österreichs Damen-Volleyball-Meister Askö Linz-Steg.

Doch zahlreiche Vereine dürften weiter vor verschlossenen Türen stehen, weil Schulturnhallen geschlossen bleiben. Der Sportunion, einem von drei österreichischen Sportdachverbänden, ein Dorn im Auge. Sie fordert die verpflichtende Öffnung als nächsten notwendigen Schritt. "Geschlossene Sporteinrichtungen über den Sommer wären ein fatales Zeichen", sagt Präsident Peter McDonald.

Kreativität war bei vielen Verbänden und Sportlern zuletzt gefragt. "Wie viele Meter schaffst du in drei Minuten im Handstand zu gehen?" – um eine Art Wettkampffeeling und Vergleichsmöglichkeit zu erzeugen, ließ sich auch der ÖTB Oberösterreich Besonderes einfallen. Der Onlinewettkampf "Turnfest Dahoam" bewegt hunderte Sportler, ob jung oder alt, noch bis 21. Juni mit vielfältigen Aufgaben.

Auf dem Rollentrainer im Wohnzimmer ausgetragen wurde im Frühjahr die "eCycling League Austria", nun soll mit einer österreichweit ausgetragenen Zeitfahr-Rennserie, an der auch Topprofis teilnehmen, der nächste Impuls für den Radsport erfolgen. Für die Mountainbiker wird derweil an einer Light-Version der Salzkammergut-Trophy im Juli, bei der jährlich ansonsten 5000 Teilnehmer im Sattel sitzen, gebastelt. Geplant ist ein Individualrennen. Über vier Monate hindurch sollen die meisten Trophystrecken inklusive Zeitnehmung befahrbar gemacht werden.

Nachdem seit gestern Doppelspiel wieder wettkampfmäßig erlaubt ist, herrscht auch im Tennis großes Aufatmen. Für die Durchführung der oberösterreichischen Mannschaftsmeisterschaften ab 12. Juni gibt es damit grünes Licht.

Mehr Planungssicherheit

Auf der langen Wartebank sitzen aber weiter Kontaktsportarten. Dazu zählen nicht nur Boxen oder Judo, sondern auch Fußball (ausgenommen Bundesliga), Basketball oder Handball. Sie dürfen nur unter Einhaltung des Zwei-Meter-Mindestabstandes ausgeübt werden. Damit können zwar Trainings stattfinden, an den normalen Spielbetrieb ist aber weiter nicht zu denken. "Die jetzigen Lockerungen geben zumindest mehr Planungssicherheit, weil ohne Zuschauererlaubnis keine wirkliche Perspektive für uns gegeben war", sagt Harald Stelzer von Basketball-Bundesligist Gmunden. (fei)

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