Austria

Ernst Gelegs: „Orbán ist Garant meines Arbeitsplatzes“

Der ORF-Korrespondent im Gespräch über Pressefreiheit und Joballtag in Ungarn.

von Nina Oberbucher

Hierzulande hört man meist nur von den großen Umwälzungen in Ungarn. Erst vor wenigen Tagen berichteten die wenigen verbliebenen kritischen Medien von Anweisungen, denen Journalisten der ungarischen Nachrichtenagentur MTI Folge zu leisten hätten: So sollen etwa Meldungen von NGOs wie Amnesty International ignoriert werden, ebenso wie kritische Berichterstattung über Ungarn in der internationalen Presse.

„Ich habe schon bemerkt, dass ungarische Journalisten die Schere im Kopf haben, vor allem im öffentlich-rechtlichen Bereich“, erzählt Ernst Gelegs im Gespräch mit dem KURIER. „Fernsehen und Radio sind mittlerweile Propagandasender der Regierung. Und die Zeitungen, die von Oligarchen im Nahbereich der Regierung aufgekauft werden, berichten auch nichts, was (Ministerpräsident) Viktor Orbán nicht lesen will.“