Austria

Ermittlungen zum Oktoberfestanschlag in München von 1980 eingestellt

Die 2014 wieder aufgenommene Spurensuche wird beendet. Das Motiv des Täters dürfte nicht Liebeskummer sondern nationalsozialistische Überzeugung gewesen sein.

Fast 40 Jahre nach dem Oktoberfestattentat in München hat die Bundesanwaltschaft in Deutschland den Fall zu den Akten gelegt. Die Ende 2104 neu aufgenommenen Ermittlungen seien eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe der Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend.

Er bestätigte damit Berichte der "Süddeutschen Zeitung", des "Tagesspiegel" und des "Spiegel". Demnach stufen die Ermittler den Anschlag inzwischen als rechtsextremistisch motivierten Terrorakt ein.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen Ermittler berichtet, geht die Bundesanwaltschaft nicht mehr davon aus, dass es sich bei dem Bombenanschlag mit 13 Toten und 211 Verletzten um die Tat eines unter Prüfungsstress stehenden Studenten mit Liebeskummer handelte. Der Attentäter Gundolf Köhler habe die Tat vielmehr aus nationalsozialistischer Überzeugung heraus verübt. Die Ermittler seien sich sicher, dass Köhler mit dem Anschlag die Bundestagswahl 1980 habe beeinflussten wollen, schreibt die "SZ".

Keine Hintermänner ausfindig gemacht

Mögliche Hintermänner Köhlers konnte die Bundesanwaltschaft der Zeitung zufolge allerdings nicht identifizieren. Einer der Gründe sei, dass viele Asservate bereits vier Monate nach der Tat vernichtet worden waren. Die letzten Spuren wurden demnach im Jahr 1997 entsorgt, als es bereit Methoden zur DNA-Analyse gab.

Bei dem verheerenden Anschlag auf das Münchner Oktoberfest am 26. September 1980 mit einer selbstgebauten Bombe waren 13 Menschen getötet worden, darunter der später als Attentäter ermittelte Gundolf Köhler. Der 21-jährige Student war Mitglied der rechtsextremen "Wehrsportgruppe Hoffmann", die bereits vor dem Anschlag verboten und aufgelöst worden war.

Im Dezember 2014 wurden die Ermittlungen wiederaufgenommen, seither hat die Polizei mehr als tausend Zeugen vernommen.

(APA/AFP)

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