Austria

Erfolgreich gegen die Pandemie: Auf welche Maßnahmen es ankommt

Eine "Contact Tracerin" in Miami, USA.

© EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH

Einige Faktoren, die die Chancen auf eine erfolgreiche Bewältigung der Corona-Pandemie erhöhen.

von Ernst Mauritz

Auch wenn die Strategien einzelner Staaten bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sehr unterschiedlich sind, gibt es doch einige zentrale Punkte, die auf alle erfolgreichen Nationen zutreffen:

Wissenschaft statt Ideologie

„In den USA wurde beim Thema Masken nicht diskutiert, wie groß ihr Nutzen ist oder wie lästig sie sind. Für oder gegen Masken zu sein wurde zu einem politischen Statement“, sagt Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation der Donau-Uni Krems. Außerdem habe die US-Regierung in vielen Dingen nicht auf ihre führenden Experten gehört: „Dadurch gab es sehr inkompetente Entscheidungen – diese Ideologisierung und das Ignorieren von Fakten führten zu hohen Infektionszahlen.“

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Rasches Testen

Einer der wichtigsten Punkte sei rasches Testen von Verdachtspersonen sowie kurzfristiges Aufspüren und die Quarantäne von Kontaktpersonen, betont Gartlehner. „In erfolgreichen Staaten gibt es dafür umfangreiche Ressourcen. In Teilen Österreichs, auch in Wien, scheint dieses System aber bereits zusammengebrochen zu sein, wenn man mehrere Tage auf einen Test warten muss. Das ist die größte Gefahr, die wir derzeit haben.“

Gezieltes Testen

„Der Slogan ,testen, testen, testen‘ ist dort berechtigt, wo er sinnvoll ist: Bei Menschen mit Symptomen und bei engen Kontaktpersonen“, betont Gartlehner. „Auch das Screening in vulnerablen Bereichen wie Altersheimen und Krankenhäusern ist wichtig. Aber in der Gastronomie und Hotellerie handelt es sich um keine vulnerable Bevölkerung – da sind die Tests ein PR-Gag, um den Tourismus anzukurbeln.“ Im Sommer habe es genug Ressourcen gegeben: „Jetzt hingegen, wo Leute, die dringend getestet werden müssen, tagelang darauf warten, ist das sehr problematisch. Diese Tourismustestungen bringen auch epidemiologisch gesehen nichts.“

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Rasche Quarantäne

Das  „Zentrum Cochrane Österreich“ hat  22 neue Studien zum Thema Quarantäne ausgewertet: In diesen mathematischen Modellierungen wird geschätzt,  dass durch Quarantäne 44 bis 96 Prozent der Fälle und 31 bis 76 Prozent der Todesfälle vermieden werden können, so  Barbara Nußbaumer-Streit von Cochrane Österreich.

Gute Risikokommunikation

Ein Großteil der Bevölkerung muss hinter den Maßnahmen stehen, betont Gartlehner: „Voraussetzung dafür ist gute Risikokommunikation, wo Vor- und Nachteile der Maßnahmen kommuniziert werden.“ Hier gehöre Österreich aber zu den Ländern, „wo das nicht immer gut läuft: Es wird von der Politik nach wie vor mit Angst gearbeitet, das funktioniert ein oder zwei Mal: Aber irgendwann wird es dann nicht mehr ernst genommen,  wenn man ständig ,Feuer‘ ruft.“

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Hohe Eigenverantwortung

Entscheidend sei auch der Grad der Eigenverantwortlichkeit: „Ob man sich also z. B. als Kontaktperson auch ohne behördliche Kontaktaufnahme freiwillig in Quarantäne begibt, wenn man das privat erfährt.“ Ob Länder mit oder ohne strengem Lockdown langfristig  weniger Todesfälle und  wirtschaftliche Folgen haben werden, sei noch offen: „Grundsätzlich glaube ich, dass es in Österreich richtig war, die Pausetaste zu drücken, manche Maßnahmen wie die lange Dauer der Schulschließungen lassen sich aber diskutieren.“

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