Austria

Erdogan und Putin geraten aneinander

Die von Armenien kontrollierte Region gehört völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan, ist aber mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnt. Aserbaidschan hatte in einem Krieg nach dem Zerfall der Sowjetunion die Kontrolle darüber verloren. Zuletzt war es 2016 zu Gefechten gekommen. Dabei starben mehr als 120 Menschen. Vor wenigen Monaten - im Juli - kam es an der Grenze zwischen den verfeindeten Ländern erneut zu schweren Gefechten; die Kämpfe lagen jedoch Hunderte Kilometer nördlich von Berg-Karabach.

Russland steht historisch hinter Armenien und rüstet es mit Waffen aus. Die Türkei steht hinter Aserbaidschan. Präsident Recep Tayyip Erdogan sicherte seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilcham Alijew aktuell sofort alle nur erdenkliche Hilfe zu. In diesem Fall würden die „guten Freunde“ Erdogan und Kremlchef Wladimir Putin direkt aneinandergeraten. Der russische Staatschef sprach persönlich mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan. Moskau sei ernsthaft besorgt über die Lage, teilte der Kreml mit. Alle Kampfhandlungen sollten aufhören. Eine weitere Eskalation müsse unter allen Umständen verhindert werden. Außenminister Sergej Lawrow führte intensive Gespräche mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu. Die Konfliktparteien müssten an den Verhandlungstisch zurückkehren, hieß es.

Experte: „Hier kündigt sich ein Krieg an“
Russische Politologen meinen, dass eine neue Eskalation die Bemühungen in der Region um Jahrzehnte zurückwerfen könnte. Es handle sich bei den Gefechten nicht um Scharmützel, die es in der Vergangenheit immer wieder gab, schrieb der russische Experte Dmitri Trenin vom Moskauer Carnegie Center. „Hier kündigt sich ein Krieg an.“ Staaten wie Russland und die USA müssten alles tun, um diese Entwicklung zu stoppen. Zudem zweifelten Experten an der aserbaidschanischen Darstellung. Der Politologe Arkadi Dubnow sieht dem Portal turan.az zufolge einen wohl kalkulierten „Krieg“ von aserbaidschanischer Seite. Russland werde die „brutalen“ und von der Türkei unterstützten Handlungen Aserbaidschans nur verurteilen, aber nicht noch eine Front aufmachen.

Deutschland und Frankreich forderten eine sofortige Einstellung der Kämpfe und eine Wiederaufnahme des Dialogs. Der deutsche Außenminnister Heiko Maas (SPD) zeigte sich alarmiert über die Auseinandersetzungen und Berichte über zivile Opfer. Die OSZE-Minsk-Gruppe stehe mit ihren drei Co-Vorsitzenden Frankreich, Russland und USA für Verhandlungen bereit.

Iran bietet Vermittlung im Konflikt an
Auch der Iran bot an, im Konflikt als Vermittler zu agieren. Das sagte der iranische Außenamtssprecher Said Chatibsadeh am Sonntag nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Teheran verfolge die Gefechte im Südkaukasus mit großer Sorge. Der Iran pflegt zu beiden Staaten gute diplomatische Beziehungen und hat im Konflikt um Berg-Karabach schon in der Vergangenheit vermittelt.

Kurt Seinitz, Kronen Zeitung/krone.at

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