Austria

Einkaufszentren wollen sechs offene Sonntage im Jahr

„Der digitale Handel setzt am Sonntag viel um. Und derzeit muss ihm der stationäre Handel dabei das Feld mit wenigen Ausnahmen in Tourismusgebieten überlassen. Man sollte versuchen, diesen Nachteil auszugleichen“, sagt der Linzer Marcus Wild. Die zur Spar-Gruppe gehörende SES, die insgesamt 29 Shopping-Center in sechs Ländern betreibt, fordert daher, dass der stationäre Handel sechs Sonntage im Jahr aufsperren darf. „Beispielsweise jeweils am ersten Sonntag in geraden Monaten.

Es könnte aber auch sein, dass Gemeinden selbst beschließen, wann ihre Geschäfte aufsperren. Das würde manchen Gemeinden auch helfen, Besucher von außen anzuziehen“, sagt Wild. Es gehe dabei nicht nur um Tourismusgebiete, sondern auch darum, die Beschäftigung im stationären Handel abzusichern.

„Ich bin grundsätzlich gegen die Sonntagsöffnung. Aber es geht um die Chancengleichheit der Vertriebskanäle. Jeder Konsument sollte entscheiden können, wo und wie er einkauft. Aber derzeit ist der stationäre Handel benachteiligt“, erklärt Wild. Die Öffnungszeiten würde er an Sonntagen beschränken: „Von 12 bis 17 Uhr wäre eine Möglichkeit, damit würde man den Vormittag für den Kirchgang freihalten.“ 

Wild weiß sich auch mit den Betreibern der anderen Einkaufszentren in Österreich einer Meinung und spricht davon, dass auch andere Händler diese Forderung unterstützen.

SES zeichnet in Europa für 790.000 Quadratmeter Verkaufsfläche verantwortlich und betreibt in Oberösterreich das Varena in Vöcklabruch, die Weberzeile in Ried sowie das Max.Center in Wels.