Austria

Eine Reinigungsfirma macht weiter, vor allem in der Krise

Mit viel Empathie für die Mitarbeiter steuert Reiwag durch die Krise. Inhaber Viktor Wagner über seine Strategie

von Sandra Baierl

Viktor Wagner ist Inhaber und Geschäftsführer von Reiwag Facility Service, einem Reinigungsunternehmen, das er 1968 mit einem Mitarbeiter gegründet hat. Heute beschäftigt Reiwag 3000 Personen in Österreich, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Rumänien und Serbien. In Österreich musste etwa ein Drittel der Belegschaft in Kurzarbeit geschickt werden. „In den Bereichen Spital und Pflegeheim ist der Aufwand aber gestiegen“, erklärt Wagner.

Dass sein Unternehmen gut durch die Krise kommt, ist derzeit oberste Priorität. Reiwag habe einen hohen liquiden Polster, seit Jahren hätte man keine Gewinne entnommen. Das sei jetzt ein Vorteil. Wagner hat einen Härtefonds aufgelegt: Wenn Mitarbeiter Probleme haben, wird ihnen unbürokratisch geholfen. Auch gibt es Prämien für besonders geforderte Mitarbeiter: „Die, die jetzt sehr intensiv arbeiten, bekommen extra 300 Euro netto“, sagt Wagner.

Bei Reiwag seien 85 Prozent der Mitarbeiter weiblich, kämen aus 40 Nationen. Wagner: „Wir bewundern unsere Mitarbeiterinnen, die es schaffen, so weiterzuarbeiten wie bisher.“ In der Krise merke er, dass sich das Image der Reinigungskräfte gerade verbessere, das Thema Sauberkeit einen größeren Stellenwert hätte als früher.

Den Rekordumsatz von 81,9 Millionen Euro im Vorjahr wird man dieses Jahr angesichts der Krise wohl nicht wieder erreichen. Das sei nicht weiter schlimm. „Wir hoffen aber, dass alle unsere Kunden weiterhin unsere Partner bleiben“, sagt Viktor Wagner.

Unternehmen
Reiwag, 1968 gegründet,  beschäftigt 3000 Mitarbeiter in Österreich und fünf Ländern  

Aktuell
Musste man in Österreich 600 Mitarbeiter in Kurzarbeit melden

Herausforderung
Die Mitarbeiter für die neuen Reinigungs- bedingungen zu schulen, den Betrieb mit einem Drittel weniger Belegschaft weiterzuführen

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