Austria

Ein Impfstoff im September? Experten sind noch skeptisch

Moskau will Vakzin demnächst zulassen, doch Experten warnen. Hoffnungsfroher sind sie, was die Entwicklung schnellerer Tests angeht.

von Uwe Mauch, Evelyn Peternel

Nächstes Monat, verlautet es aus Moskau, soll es soweit sein: Dann soll die Produktion eines Covid-19-Impfstoffs starten, im Oktober soll die Massen-Immunisierung folgen.

Damit hätte Russland, mit mehr als 880.000 Fällen selbst schwer von der Pandemie getroffen, Großbritannien, China und die USA im Rennen um einen Impfstoff abgehängt. In diesen Ländern sind Vakzine in Phase 3, werden also größeren Gruppen verabreicht. Von der Zulassung sind aber alle weit entfernt.

Tests dauern noch Monate

Kann das sein? „Glaubt nicht jenen, die erzählen, dass es schon im nächsten Monat einen Impfstoff geben wird“, sagt der Wiener Umweltmediziner Hans-Peter Hutter. Er begrüßt zwar die Bemühungen der Wissenschaft – auch weil sie der Öffentlichkeit vor Augen führen, wozu Forscher binnen kürzester Zeit in der Lage sind. Aber: Erst nach umfassenden Tests am Menschen, die noch Monate dauern könnten, werde man wissen, welches Serum tatsächlich brauchbar ist. „Und das wird dann auch nicht von einem Tag auf den anderen allen zur Verfügung stehen.“

Ähnliches hört man von Forschern aus den USA und Russland selbst. Von den weltweit 140 Impfstoffen, die laut WHO vielversprechend aussehen – am Wochenende wurde auch in Italien zu testen begonnen – , werden derzeit sieben an großen Gruppen und Risikopatienten getestet. Diese Langzeitbeobachtung sei auch dringend nötig, schrieb etwa die Biologin Natalie Dean in der New York Times. Überspringe man diese Phase, wie es das Moskauer Institut macht, vermittle das falsche Sicherheit – noch mehr Menschen könnten sich anstecken.

Der renommierte russische Infektiologe Aleksandr Tschepurnow warnte sogar davor, dass „ein schlecht wirksamer Impfstoff den Krankheitsverlauf verschlimmert.“ Er wies auch darauf hin, dass nach wie vor nicht alle Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs veröffentlicht seien; das ist etwas, das auch die WHO zweifeln lässt.

Schnelltests kommen

Hoffnungsfroher sind Experten jedoch, was den Fortschritt bei den PCR-Tests angeht. Großbritannien hat ja erst kürzlich angekündigt, millionenfach Schnelltests einsetzen zu wollen – sie sollen binnen 90 Minuten analysieren, ob man infiziert ist oder nicht.

Den Einsatz solcher Tests erwartet Hans-Peter Hutter auch in Österreich. Er spricht von „enormen Fortschritten“ bei den Testverfahren. „Ich gehe davon aus, dass es noch heuer einen Test geben wird, der in weniger als einer Stunde Ergebnisse liefert.“ Dadurch werden Großveranstaltungen ebenso möglich wie ein bürgerfreundlicheres Grenzmanagement.

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