Austria

Doping-Prozess: Mayer widerrief vor Polizei getätigten Aussagen

PROZESS GEGEN EHEM. ÖSV-TRAINER MAYER

© APA/BRIGITTE FORSTER / BRIGITTE FORSTER

Laut dem Ex-ÖSV-Coach seien die Aussagen unter Druck der Polizei entstanden. Er bekannte sich teilweise schuldig.

Der ehemalige ÖSV-Trainer Walter Mayer hat am Donnerstag vor dem Landesgericht Innsbruck seine zuvor bei der Polizei getätigten Aussagen, bei denen er sich selbst belastet hatte, widerrufen. Diese Aussagen seien unter Druck der Polizeibeamten entstanden, da sie ihm versprochen hatten, dass er nur nach Hause dürfe, wenn er etwas zugebe, erklärte Mayer.

Vor der Polizei hatte Mayer ausgesagt, dass er unter anderem von einem Kroaten fünf leere Blutbeutel für den ehemaligen Langläufer Harald Wurm besorgt habe und, dass er Johannes Dürr 400 Milliliter Blut abgenommen habe. "Davon stimmt aber gar nichts, das ist von mir erfunden", sagte Mayer zur Richterin. Er sei damals in einer "menschlichen Ausnahmesituation" gewesen und wollte möglichst schnell wieder nach Hause. Der ehemalige Trainer warf den Beamten auch vor, "inkonsequent" ermittelt zu haben. Zudem hätten sie gewusst, dass seine Aussagen nicht stimmen würden.

Teilweise schuldig

Der Salzburger bekannte sich teilweise schuldig. Er habe der mitangeklagten Leichtathletin vor Wettkämpfen Infusionen gegeben, gab der ehemalige Trainer zu. Dabei habe es sich aber lediglich um eine Magnesium-Kochsalzlösung gehandelt und diese stehe nicht auf der Dopingliste. Dass damals Infusionen von mehr als 50 Milliliter vor Wettkämpfen verboten waren, habe er nicht gewusst, verteidigte sich Mayer.

Er gestand zudem, von dem Kroaten unter anderem EPO und Wachstumshormon bezogen zu haben. Die Mittel habe er aber nur für den Eigenbedarf gekauft und nie an jemanden weitergegeben.

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