Austria

Die Schattenseite des Erfolgs der IT-Konzerne

Vor wenigen Tagen gab Apple bekannt, 2,5 Milliarden Dollar in den nächsten Jahren in der Bay Area rund um San Francisco auszugeben, um leistbare Wohnungen zu bauen, Hauskäufer sowie Obdachlosen-Organisationen zu unterstützen, um die Menschen von der Straße zu holen. Das Wohnungsproblem ist allgegenwärtig: in den Medien, in den Gesprächen und bei der Fahrt durch die Städte.

Die Wohnungspreise sind laut US-Census-Daten in der südlichen Bay Area die höchsten in den gesamten USA, mit durchschnittlich 2340 Dollar im Monat. Da diese Daten auch alte Verträge beinhalten, müssen aktuell Wohnungssuchende mit deutlich höheren Preisen rechnen. Eine zu einem Wohnraum umgebaute Garage kann 3500 Dollar und mehr kosten. Für ein einfaches Einfamilienhaus werden 6700 Dollar verlangt. Die hohen Einkommen und die Aktienpakete, die die Internet-Riesen ihren Mitarbeitern geboten haben, haben die Wohnungspreise im Großraum des Silicon Valley im vergangenen Jahrzehnt in die Höhe schießen lassen. Ein Haus kostete 2018 im Median 1,2 Millionen Dollar.

Die Schattenseite des Erfolgs der IT-Konzerne
Wohnungsnot in der gesamten Bay Area rund um San Francisco sichtbar

Das Durchschnittseinkommen für einen Software-Entwickler lag im Vorjahr bei 145.000 Dollar. Das Einstiegsgehalt, das ABB Uniabsolventen in der Region zahlen muss, liegt bei 110.000 Dollar aufwärts im Jahr – was angesichts der hohen Lebenshaltungskosten keine großen Sprünge erlaubt. "Vor diesem Hintergrund wollen wir nicht viele Mitarbeiter hierher bringen, aber die richtigen", sagt der Belgier und US-Bürger Guido Jouret. Er ist Digitalisierungsvorstand bei ABB, hat 15 Jahre im Silicon Valley gelebt und ist vom besonderen Innovationsgeist in der Region überzeugt.

Sieben Millionen Menschen leben in der Bay Area rund um San Francisco. Fast 400.000 Erwerbspersonen sind in den Hochtechnologie-Firmen beschäftigt. Jene, die es nicht sind, können sich ihr Leben in der Region kaum leisten. Die Folgen: Zigtausende leben in Wohnwagen oder in ihren Autos. Im besten Fall nur während der Woche, weil sie das tägliche Pendeln von drei Stunden und mehr vermeiden. (sib)

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