Austria

Die Macher der Frankreich-Rundfahrt probieren es auf die ganz harte Tour

Wenn es bei den Franzosen um ihr Nationalheiligtum Tour de France geht, dann ist schnell Schluss mit lustig. Coronavirus hin oder her. Organisationschef Christian Prudhomme gibt sich dieser Tage wie ein verbittert kämpfender Radprofi, der in den Bergen nicht von der Führungsgruppe abgehängt werden will. Während Olympische Spiele und Fußball-EM bereits die Reißleine zogen, möchte die Amaury Sport Organisation (ASO) die sportliche Großveranstaltung mit aller Macht im Sommer stattfinden lassen. Notfalls auch ohne Publikum.

"Die Tour de France haben erst zwei Weltkriege gestoppt", sagte Prudhomme. Dass Prudhomme und seine Mitstreiter es durchaus ernst meinen, zeigten sie schon zuletzt. Da wurde die Rundfahrt Paris–Nizza trotz großer Kritik und Bedenken wegen der Ausbreitung des Virus noch durchgeboxt.

Warum die Regierung der Tour bisher noch keine Absage erteilt hat? "Amaury ist eine der mächtigsten Familien in Frankreich. So schnell will man es sich mit denen nicht verscherzen", sagt der Wolfsegger Michael Gogl, Oberösterreichs erster Teilnehmer der Tour. Organisiert werden von der ASO dazu die Vuelta in Spanien oder altehrwürdige Rad-Klassiker wie Paris–Roubaix. Auch die Rallye Dakar gehört zum Klub.

Vor allem aber die Tour steht für die ASO unter Denkmalschutz. Und nicht nur für sie. "Es ist von größter Bedeutung, dass diese Veranstaltung durchgeführt werden kann", sagte Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu. Sie brachte eine Rundfahrt ohne die Millionen Zuschauer vor Ort ins Spiel. Und tatsächlich wird noch immer hinter den Kulissen versucht, die Rundfahrt in welcher Form auch immer am 27. Juni in Nizza vom Stapel rollen zu lassen. Teams und Fahrer sind hin- und hergerissen. "Wenn es keine Tour gibt, kann das ganze Modell des Radsports zusammenbrechen", sagt Patrick Lefevere vom Deceuninck-Quick-Step-Team. Der deutsche Profi John Degenkolb dagegen sagt: "Die Tour de France steht nicht über dem Wohl der Bürger."

Grand Tour in drei Ländern

Vize-Weltmeister Matteo Trentin brachte eine andere Variante ins Spiel. So solle im Herbst ein dreiwöchiges Rennen durch die schwer coronageplagten Länder Frankreich (Tour), Spanien (Vuelta) und Italien (Giro) steigen.

"Es wäre eine großartige Gelegenheit, die Menschen nach dieser schrecklichen Zeit wiederzuvereinen", meinte der Italiener.

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