Austria

„Die Liebe zur Stadt ist jetzt noch inniger“

Wie steht St. Pölten aktuell da?

Wie gut sich unsere Stadt entwickelt hat, sehen und spüren die St. Pöltner ohnehin täglich. Bei aller Entwicklung wird immer auf Behutsamkeit und Augenmaß, auf ein gesundes Verhältnis von Mensch, Natur und Stadt geachtet. Wir treten seit Jahren für ein qualitatives verkraftbares Wachstum von 0,6 bis 1 Prozent ein, und das Stadtentwicklungskonzept, das von allen beschlossen wurde, sieht das auch so vor.

Wohin soll sich die Stadt entwickeln, und was tragen Sie dazu bei?

Wir wollen St. Pölten noch lebenswerter gestalten und den Weg gemeinsam fortsetzen. Jenes St. Pölten, das St. Pölten bleiben soll und wird, ist das St. Pölten, das die SP geprägt hat und andere immer schlechtzureden versuchen. Ich bin ein Konsenspolitiker, wie 95 Prozent einstimmige Beschlüsse in der letzten Periode auch zeigen. Diese konstruktive Arbeit möchte ich nach der Wahl fortsetzen und hoffe auch, dass sich die Parteien, die sich jetzt ins Schlechtreden unserer Stadt vertiefen, wieder besinnen.

Wie sieht Ihr St. Pölten der Zukunft aus?

Wir haben Visionen für St. Pölten wie zum Beispiel den Südsee. Aber auch die Errichtung eines S-Bahn- und S-Bus-Netzes, das den gesamten Zentralraum verbindet, ist ein Plan für die Zukunft. Die Stadt soll zum Dreh- und Angelpunkt in einem Öffi-vernetzten Bundesland werden. Zu meinem Amtsantritt habe ich gesagt: Ich liebe St. Pölten. Diese Liebe hat sich in den vergangenen Jahren vertieft.

Was werden Sie nach der Wahl im Gemeinderat als Erstes angehen?

Es ist ja nicht so, dass die Amtsgeschäfte jetzt bis zur Wahl stillstehen und man danach bei null startet. In den letzten Gemeinderatssitzungen der vergangenen Periode sind noch etliche Vorhaben beschlossen worden, die jetzt umgesetzt werden. Da denke ich zum Beispiel an den LUP-Bus-Ausbau oder den Fast-Neubau des Seniorenwohnheims Stadtwald. Das Jahr 2024 ist auch nicht mehr weit hin. Bis dahin wollen wir die großen Projekte aus der Bewerbung zur Kulturhauptstadt umgesetzt haben. Es gibt viel zu tun – und ich freue mich darauf.

Interview: Nikolaus Frings, Kronen Zeitung

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