Das Coronavirus ist auf dem Weg, nicht nur ganze Länder, sondern die Welt in ein riesiges, mit vielen Unwägbarkeiten, vor allem existenziellen Gefahren verbundenes Echtzeitexperiment zu stürzen. Gefordert ist jeder einzelne Mensch, aber auch jedes Politik- und Gesellschaftsfeld. Das unsichtbare Virus macht die ganz normale, meist unbewusste Vernetztheit von Gesellschaften, die Menschen in ihrem Alltag verbindet, als Teil eines in letzter Konsequenz globalen Soziotops sichtbar. Das ist eine der vielen Lernerfahrungen, die wir jetzt als Kollektiv machen. Die digitalen Möglichkeiten haben nur eine zusätzliche, wenngleich durchaus ambivalente Dimension der Vernetzung und des Vernetztseins hinzugefügt.