Austria

Die Ängste der Österreicher: Klimawandel hat Migration als Top-Thema abgelöst

50 Prozent befürchten persönlich die Auswirkungen eines Blackouts.

Schon im Nationalratswahlkampf war er das bestimmende Thema schlechthin: der Klimawandel. Eine neue Umfrage des Linzer Market Instituts zeigt nun, dass die Österreicher den Auswirkungen der weltweiten Klimakrise zunehmend ängstlich gegenüberstehen. Gefragt nach den größten Ängsten, gaben 56 Prozent der 1.500 Befragten die Folgen des Klimawandels an. 50 Prozent befürchten persönlich die Auswirkungen eines Blackouts. Jenes Thema, das die letzten Jahre hinweg dominierte, folgt dagegen nur auf Platz drei: 47 Prozent gaben an, dass ihnen "Massenmigration" am meisten Sorge bereite. 

Die Umfrage wurde vom Verteidigungsministeriums in Auftrag gegeben. Der Schwerpunkt der Befragung richtete sich auf den Grundwehrdienst. Hier gab eine Mehrheit von 58 Prozent der Österreicher die Dauer des Grundwehrdienstes als zu kurz an. Drei Viertel der österreichischen Bevölkerung haben eine positive Grundhaltung zum Bundesheer

Die Dauer des Grundwehrdienstes bzw. eine Rückkehr zum alten System ist in den letzten Jahren immer wieder zum Thema geworden. Sowohl der jetzige Minister Thomas Starlinger als auch sein Vorgänger von der FPÖ, Mario Kunasek, sprachen sich für die Rückkehr zum Grundwehrdienst von acht Monaten mit verpflichtenden Milizübungen aus.

Sechs Monate zu wenig

Das sieht die Mehrheit der Bevölkerung laut der Umfrage ähnlich. Für mehr als die Hälfte der Österreicher (53 Prozent) ist es notwendig, auch nach dem sechsmonatigen Grundwehrdienst weitere Milizübungen in der Dauer von zwei Monaten abzuleisten. 58 Prozent sehen die Dauer des Grundwehrdienstes als zu kurz an. Im Vergleich zu einer Erhebung im Juli 2019 bedeutet das einen Anstieg, damals waren nur 52 Prozent dieser Meinung.