Austria

Der Ritterschlag im Schneegestöber

Marco Schwarz krönt seinen Slalom-Erfolgslauf in Schladming. Teamkollege Manuel Feller scheitert spektakulär.

Mit dem Sieg im Nightrace von Schladming hat sich Marco Schwarz endgültig in die Riege der rot-weiß-roten Slalom-Größen befördert. Auf der Planai, wo einst Marcel Hirscher, Benjamin Raich oder Mario Matt triumphierten, fuhr auch der 25-Jährige am Dienstagabend überlegen zum Sieg. Nach sieben Saison-Slaloms hält Schwarz bei sechs Podestplätzen – der Kärntner ist in diesem Winter die klare Nummer eins im Stangenwald.

„Es funktioniert sehr gut, ich bin megahappy“, meinte der Mann aus Radenthein, am Stockerl flankiert von den beiden Franzosen Clément Noël und Alexis Pinturault. Auch im coronabedingt leeren Zielraum erklärte er: „Schladming, den Klassiker zu gewinnen, das hat auf alle Fälle was.“

Fellers Kurzauftritt

Doch die Planai und vor allem die tückische Kurssetzung von Jacques Theolier, dem französischen Trainer der Italiener, meinte es im zweiten Durchgang nicht nur gut mit dem ÖSV-Team. Während Schwarz von Zwischenrang sechs zum Sieg fuhr, landeten Manuel Feller und Michael Matt im Tiefschnee. Für den Halbzeit-Führenden und Flachau-Sieger Feller war der Finaldurchgang nach wenigen Sekunden zu Ende, bei Teamkollege Matt, nach Durchgang eins noch Dritter, reichte es wieder nicht für einen zweiten guten Lauf.

Völlig den Durchblick verloren im Schneegestöber über dem Ennstal hat Sebastian-Foss Solevåg. Nach Zwischenrang zwei verabschiedete sich beim Norweger im Finale das Brillenglas, Platz vier war das Höchste der Gefühle.

Das Fazit vor dem Slalom-Doppel am Wochenende in Chamonix und vor der WM in Cortina d'Ampezzo: Mit Schwarz und Feller geben aktuell zwei Österreicher im Slalom das Tempo vor.

Adieu Lizeroux

Das Nightrace 2021 war auch das letzte Kapitel in der Karriere des 41-jährigen Julien Lizeroux. Der Franzose hatte im Jahr 2000 im Weltcup debütiert, nun gab er seine Abschiedsvorstellung. Wunschgemäß verlief sie nicht, Lizeroux verpasste das Finale. Der Mann aus der Tarentaise und Lebensgefährte von Kronplatz-Siegerin Tessa Worley hatte 2009 den Slalom-Klassiker in Kitzbühel und im selben Jahr zwei Silbermedaillen bei der WM gewonnen.

„Ich bin glücklich. Es gibt keinen besseren Ort um aufzuhören“, meinte Lizeroux. Auch Marcel Hirscher schickte Grüße. „Danke für all die Erinnerungen und die Inspiration in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Genieße den Pulverschnee.“

Nachtslalom Schladming:

Weiters: 4. Foss-Solevaag (NOR) +1,09 5. Zenhäusern (SUI) +1,10 10. Pertl (AUT) +1,78. 18. Strolz (AUT) +3,20.

(joe)

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