In eine Decke gehüllt sitzt Gustav Mahler auf dem Sonnendeck der Amerika. Im dunstigen Morgenlicht ist wenig zu sehen, das Meer ist grau, von Norden bläst kräftiger Wind. Aber "der Mann vom Sonnendeck" mag den Wind, und das Meer ist sein letzter Begleiter. In Robert Seethalers biografischem Roman, der auf der Heimreise von New York im Februar 1911 spielt, erleben wir einen räsonierenden Gustav Mahler, der im Rauschen von Wind und Wasser sein Leben verlöschen spürt – "Ich hätte so gerne noch gelebt" –, der aufs Meer hinausblickt und wichtige Stationen noch einmal Revue passieren lässt.