Austria

Der LASK will die "ultimative Spielkontrolle"

FUSSBALL TIPICO BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: LASK - SV GUNTAMATIC RIED

© APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER / EXPA/REINHARD EISENBAUER

01/22/2021

Linzer wollen auch in Pasching eine Heimmacht bleiben. Am Samstag ist WSG Tirol erster Gegner.

Die Heimmacht der Fußball-Bundesliga empfängt eine Überraschungsmannschaft. Sechs Siege in sechs Heimspielen mit 18:1 Toren geben dem LASK trotz des baustellenbedingten Umzugs nach Pasching Zuversicht. Sonntags-Gegner WSG Tirol will als Außenseiter sowieso nichts zu verlieren haben. Der Fast-Absteiger der Vorsaison mischt als Fünfter im Meistergruppen-Rennen mit. Der LASK hat bei nur einem Zähler Rückstand auf Meister und Tabellenführer Salzburg noch höhere Ambitionen.

Dominik Thalhammer verspürte vor dem Start ins neue Jahr auch "einen unglaublichen Drive in der Mannschaft". "Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung mit guten Trainingsmöglichkeiten", merkte der Chefcoach des LASK an. Thalhammer versprühte demonstrativ Zuversicht. Man habe den Herbst ausführlich analysiert und wolle das eigene Spiel noch einmal weiterentwickeln. "Zur ultimativen Spielkontrolle hin, das ist unser Ziel", so Thalhammer.

Taktik an den Platz angepasst

Für die Linzer soll der Auftakt eine gute Basis für die kommenden schwierigen Spiele gegen den WAC (auswärts) und Rapid (heim) bilden. Während die Abrissarbeiten des Linzer Stadions auf Hochtouren laufen, müssen sich Gernot Trauner und Co. dabei wieder auf das deutlich kleinere Spielfeld in Pasching einstellen. "Wir haben uns auf der Gugl zuletzt sehr wohlgefühlt. Wir werden den Spielstil aber nicht ändern, nur weil der Platz in Pasching ein paar Meter kleiner ist", sagte Trauner dazu. Auch sein Coach sah keinen Nachteil: "Wir haben genau an den Dingen gearbeitet, die uns auf kleineren Plätzen helfen können."

++ ARCHIVBILD ++ FUSSBALL: TRAINERWECHSEL BEIM LASK - THALHAMMER NEUER TRAINER UND SPORTDIREKTOR

Ein weiteres Puzzlestück auf dem Erfolgsweg der Linzer soll Stürmer Matias Succar sein. Der Peruaner soll die verletzungsbedingten Ausfälle von Mamoudou Karamoko und Marko Raguz auffangen. Beide stehen noch nicht im Training. Auch Succar war in dieser Woche angeschlagen und für die Partie gegen Wattens fraglich. Johannes Eggestein dürfte demnach wieder als Mittelstürmer einlaufen. Verteidiger Philipp Wiesinger fehlt aufgrund einer Gelb-Sperre.

Die WSG erspielte sich Platz fünf mit bisher überraschend starken Leistungen und tankte in den Testspielen noch einmal Selbstvertrauen. "Drittes Spiel, dritter Sieg. Langsam wird's unheimlich", hieß es nach dem 3:1 gegen Meister Salzburg auf der Club-Homepage. Auffallend agierte vor allem Juventus-Leihgabe Nikolai Baden Frederiksen, der seine Fitness-Defizite aus dem Herbst aufgeholt haben soll und mit vier Toren bester Schütze der Vorbereitung war. Der Däne erzielte auch beim 1:1 gegen den LASK im September ein Tor.

Silberberger fordert Mut

Mit den Linzern wartet nun ein Gradmesser, der laut Trainer Thomas Silberberger national größer nicht sein könnte. Als "megaschwere Aufgabe - ähnlich wie Rapid auswärts oder Red Bull auswärts", bezeichnete er die Angelegenheit. Er forderte taktische Disziplin ein. "Und Mut, um nach vorne zu spielen und so schnell wie möglich die Tiefe zu attackieren - denn da ist der LASK verwundbar."

Die unmittelbare Vorbereitung sei aufgrund der winterlichen Bedingungen in Tirol nicht "prickelnd" gewesen, erst am Mittwoch konnte die WSG laut Silberberger nach einer Woche des Improvisierens wieder auf Kunstrasen trainieren. Als Außenseiter und erster Abstiegskandidat für "neuneinhalb von zehn Experten" vor der Saison meinte Silberberger: "Zu verlieren haben wir nichts, zu gewinnen ist alles."

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