Austria

Der "Kugelblitz" schlug ein zweites Mal in Kitz ein

Trau keinem über 30. Dieses Motto steht zwischen den Zeilen der Ergebnisliste der von Samstag auf gestern verschobenen Hahnenkamm-Abfahrt auf der Kitzbüheler Streif. Fünf Routiniers jenseits der 30 ließen dabei die jungen Wilden alt aussehen. Beat Feuz holte sich nach seinem Sieg am Freitag seine zweite Goldene Gams, als Zugabe gab es das Rote Trikot für die Führung im Abfahrtsweltcup, das der Schweizer mit seinem "Streif-Schuss" Matthias Mayer abjagte. Im heutigen Super-G (10.45 Uhr) wird das verlängerte Kitz-Spektakel abgeschlossen, bevor der Skizirkus am Dienstag beim Nacht-Slalom von Schladming den nächsten Einkehrschwung ohne Partyalarm macht.

"Ich habe riskiert, aber im Ziel nicht gedacht, dass meine Bestzeit halten wird", freute sich der bald 34-jährige Feuz, dem es als siebenter Fahrer gelang, in Kitzbühel zwei Abfahrten an einem Wochenende zu gewinnen. Seine prominenten Vorgänger heißen Karl Schranz (Ö/1972), Josef Walcher (Ö/1978), Pirmin Zurbriggen (Sui/1985), Peter Wirnsberger (Ö/1986), Franz Heinzer (Sui/1992) und Luc Alphand (Fra/1995).

Auch altes Eisen kann glühen

Auch der zweitplatzierte Johan Clarey schrieb gestern Skigeschichte. Der Franzose ist mit 40 Jahren und 16 Tagen nun der älteste Athlet, der je auf einen Weltcup-Podestplatz gefahren ist. Auf seinen ersten Sieg wartet Clarey, der am Donnerstag im Training schwer zu Sturz gekommen war, immer noch. Auf den Plätzen vier und fünf landeten mit Christof Innerhofer (36) und den für Deutschland fahrenden Romed Baumann (35) ebenfalls zwei Abfahrer, die die Botschaft "altes Eisen muss nicht rosten, es kann auch glühen" verkörpern. Nachdem jetzt zweimal der "Kugelblitz" aus der Schweiz – so der "Künstlername" von Feuz – eingeschlagen hat, hofft das ÖSV-Team heute auf eine Revanche. "Der Super-G in Kitzbühel liegt mir sehr gut, hoffentlich spielt auch das Wetter mit", sagte Mayer, der schon acht Gämsen in seinem Skistall stehen hat. Ein neuntes Exemplar hätte sicher noch Platz, Gold wäre nach Silber für den zweiten Platz am Freitag und Bronze am gestrigen Sonntag die passende Lackierung. (chz)

„Alle fahren auf dem letzten Zacken“

Nach den Stürzen von Ryan Cochran-Siegle (Halswirbelbruch) und Urs Kryenbühl (Gehirnerschütterung, Schlüsselbeinbruch, Bänderrisse im Knie) am Freitag mussten gestern im Medienzentrum keine Unfallberichte geschrieben werden. Der kritisierte Sprung vor dem Ziel wurde adaptiert, extreme Sprungweiten gab es trotzdem. „Alle fahren auf dem letzten Zacken dorthin, das wird sich nie ändern“, sagte ÖSV-Cheftrainer Andreas Puelacher. FIS-Renndirektor Hannes Trinkl hatte die Aktiven aufgefordert, den Sprung genau zu besichtigen. „Wenn die Läufer oder die Trainer sagen, es ist zu gefährlich, dann sagen wir das Rennen ab“, meinte er am Samstagabend.

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