Influenzaviren haben eine gute Eigenschaft: Sie treten saisonal auf. Die jährliche Grippewelle auf der Nordhalbkugel erreicht meist ihren Höhepunkt zwischen Jänner und Februar, im Frühling und Sommer bereiten uns die mutationsfreudigen Erreger hingegen keine Probleme. Das liegt daran, dass mit zunehmender UV-Strahlung und höherer Luftfeuchtigkeit die Viren weniger stabil sind und deaktiviert werden. Sie sind nicht mehr infektiös. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit, wie Tropenmediziner Herwig Kollaritsch von der Med-Uni Wien betont: "In tropischen Gebieten kommt es auf niedrigem Niveau das ganze Jahr über zu Influenza-Infektionen."