Austria

„Das waren Zustände jenseits von Gut und Böse!“

„Es herrschten Zustände jenseits von Gut und Böse“ – das Fazit, das Preghenella und Möller rückblickend auf ihre Tätigkeit in Innsbruck ziehen, hat es in sich. Ihr Revier war von 2013 bis 2017 die Zone um den Südtiroler Platz, der an den Hauptbahnhof grenzt. Die beiden wurden privat beauftragt, in diesem Gebiet als Sicherheitsbeamte tätig zu sein.

„Wir waren von Montag bis Sonntag täglich um die acht Stunden im Einsatz. Die Dienste teilten wir uns auf. Einer von uns sah mit Hund Paul bzw. Hund Sam immer nach dem Rechten“, sagt Möller. Anfangs sei es tagtäglich ordentlich zur Sache gegangen. „Afghanen, Marokkaner, Somalier und Co. gingen mit Messern aufeinander zu und verletzten sich. Es ging dabei überwiegend um Drogengeschäfte, zudem wurde der Eigenkonsum auf offener Straße getätigt. Polizeieinsätze standen an der Tagesordnung“, schildert der 40-Jährige.

„Viele Prostituierte von Zuhältern verprügelt“
Auch illegale Prostitution sei in einigen Wohnungen betrieben worden. „Unter den bulgarischen und rumänischen Prostituierten waren auch Frauen, die diesen Job nicht freiwillig gemacht haben und die von ihren Zuhältern verprügelt wurden“, erinnern sich die Securitys. Eine dieser Attacken haben sie mit einer verdeckten Kamera gefilmt, Foto-Auszüge sind in der Sonntagsausgabe der „Tiroler Krone“ zu sehen. 

„Unser Auftrag lautete, diese Prostituierten samt Zuhälter dauerhaft aus den Wohnungen wegzubringen. Das hat ein halbes Jahr gedauert. Dabei haben wir rege mit Polizeibeamten kooperiert“, sagt Preghenella.

„Ohne die Hunde hätten wir Job nicht ausgeübt“
Zudem stach den Securitys ein verhängnisvoller Bus in die Augen, der regelmäßig am Südtiroler Platz anhielt. „Jedes Mal stiegen Marokkaner ein – wir sind der Spur nachgegangen. Schließlich stellte sich heraus, dass sie der Bus-Chauffeur zu einem bekannten Innsbrucker Nachtlokal brachte, damit sie dort mit Drogen dealen konnten“, gibt Möller preis.

Die beiden Securitys waren häufig mit gewaltbereitem, alkoholisiertem und zum Teil unter Drogeneinfluss stehendem Klientel konfrontiert. Verbal die Konflikte zu lösen, gelang nur bedingt. „Häufig mussten wir härter durchgreifen, auch um uns selbst zu schützen“, betont der 37-Jährige. Sie haben stets versucht, Herr der Lage zu werden – mit vierbeinigen Helfern. „Unsere Hunde Paul und Sam waren goldwert. Sie haben oft mehr gesehen als wir, sie haben uns beschützt“, schildern Preghenella und Möller: „Ohne sie hätten wir den Job nicht ausgeübt.“

Keine Ausbildung nötig: „Das ist problematisch“
Positiv in die Karten spielte Möller außerdem seine in Deutschland absolvierte Security-Ausbildung. „In Österreich darf sich jeder hinstellen und diesen Job ausüben. Das ist problematisch“, kritisiert Möller. Kritik üben die Securitys auch am Gesetz. „Kickt ein Marokkaner eine Straßenlaterne herunter, wird er von der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt. Weist man als Security hingegen jemanden mit einem Schlag in die Schranken, um Schlimmeres zu verhindern, wird man angezeigt. Hier stimmt etwas nicht“, betonen sie.

Obwohl der Einsatz am Südtiroler Platz Jahre zurückliegt, haben sich die vielen schockierenden Ereignisse in ihr Gedächtnis eingebrannt – wohl auch wenig überraschend.

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