Acht Jahre Haft für Karl-Heinz Grasser, sieben für seinen Trauzeugen und Exlobbyisten Walter Meischberger, sechs für den – teilgeständigen – Exlobbyisten Peter Hochegger: Das ist nun also herausgekommen im größten Korruptionsprozess der Zweiten Republik. Gerade aufgerichtet, den Blick zu Boden gerichtet, nahm Grasser den – wohlgemerkt: nicht rechtskräftigen – Urteilsspruch hin. Er habe 2004 mitgecasht bei der mit seinem Zutun geschobenen Privatisierung der Bundeswohnungen der schwarz-blauen Koalition unter Wolfgang Schüssel (ÖVP), könnte man die Sicht des Richtersenats kurz zusammenfassen.