Austria

DAÖ will bis 2022 "wie FPÖ" im Burgenland aufgestellt sein

Die FPÖ-Abspaltung DAÖ bekommt im Burgenland Zuwachs. Die Landesgruppe soll rasch aufgestellt werden.

Nach dem Parteiaustritt von Bezirksfunktionären der FPÖ Oberpullendorf will der nunmehrige Ex-FPÖ-Bezirksparteiobmann und neue DAÖ-Landessprecher, Herbert Adelmann, im Burgenland rasch Strukturen aufbauen, sagte er am Montag. Bis zur Gemeinderatswahl 2022 wolle man organisatorisch aufgestellt sein wie derzeit die FPÖ.

Dazu wolle man in den ersten zwei, drei Monaten "wirklich ganz stark aufbauen". Er wolle dann auch Bezirks- und in weiterer Folge Ortsgruppen gründen. In Oberpullendorf habe man bereits ehemalige blaue Ortsgruppen-Obmänner dabei. "Da wird sich relativ rasch etwas ergeben, dass wir auch Ortsgruppen gründen können."

Während Coronazeit Landesgruppe bilden

Er habe bereits ein Konzept und wisse um Ansprechpartner in den Bezirken, so Adelmann. Durch seine langjährige Tätigkeit in der FPÖ - Adelmann war Referent im Büro des damaligen burgenländischen Landeshauptmann-Stellvertreters, Johann Tschürtz - kenne er Personen, die vielleicht für eine Mitarbeit infrage kommen könnten, und die er nun kontaktieren wolle. Man verstehe sich als neue "Bürgerbewegung im Burgenland, die Zielgruppe soll jetzt nicht nur die FPÖ-Wählerschaft sein", so Adelmann, der "sehr viel Potenzial" für DAÖ ortet.

Es gelte, abzuwarten, bis das durch das Coronavirus bedingte Versammlungsverbot aufgehoben werde. Danach wolle man die bis dahin entstandene burgenländische Landesgruppe vorstellen. "Mein Ziel ist, dass wir bei der Gemeinderatswahl 2022 strukturmäßig vergleichbar mit der FPÖ Burgenland aufgestellt sind", betonte Adelmann und ergänzte, dies sei im Hinblick auf Mitgliederanzahl und Ortsgruppen zu verstehen. Bei der Kommunalwahl 2017 erreichte die FPÖ 144 Mandate. Beim Urnengang 2022 wolle man dann die FPÖ bereits "überflügeln".

„Gewisse Herrschaften haben ein Problem mit mir“ 

Dass die FPÖ im Burgenland unter dieser Entwicklung leiden werde, "das müssen sie verkraften", meinte Adelmann. Er könne das jetzt nicht mehr verhindern. Die Wähler würden entscheiden, "wer das wirkliche freiheitliche Lager ist im Burgenland". Auch im Landtag wolle man in fünf Jahren vertreten sein. Minimalziel sei, "dass wir da hineinkommen", längerfristig wolle man mehr erreichen und sich vor allem im Burgenland etablieren.

Der Aussage von FPÖ-Landes- und Bundesparteiobmann Norbert Hofer, dass Adelmann mit seinem Abgang bloß seinem Parteiausschluss zuvorgekommen sei, widersprach Adelmann. Ausschlaggebend sei für ihn gewesen, dass der wegen des Ibiza-Skandals zurückgetretene Heinz-Christian Strache wieder aktiv geworden sei. Über die Absicht, ihn aus der FPÖ auszuschließen, habe er Bescheid gewusst: "Ja, es haben gewisse Herrschaften in der Partei ein Problem mit mir." Dabei handle es sich um "zwei, drei Personen". Er habe sich aber nichts zuschulden kommen lassen.

(APA)

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