Austria

Coronavirus: Quarantäne von Heiligenblut endet

88 österreichischen Touristen und etwa 50 Beschäftigte aus anderen Gemeinden durften den Ort am Sonntag verlassen.

Vor zwei Wochen wurde die Kärntner Gemeinde Heiligenblut (Bezirk Spittal an der Drau) unter Quarantäne gestellt. Ausländische Gäste durften aus dem Skigebiet abreisen, für Österreicher war die An- und Abfahrt gesperrt. Seit Sonntag, heute, 7:30 Uhr morgens ist es geschafft: die Quarantäne ist vorbei, die nicht in dem Ort heimischen Österreicher dürfen auch abreisen. Die strenge Maßnahme wurde vor zwei Wochen gesetzt, als zwei Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. 

88 österreichischen Touristen, rund 50 Beschäftigte aus anderen Gemeinden, sowie die Bürger dürfen seit heute, Sonntag, wieder aus der kleinen Gemeinde am Fuße des Großglockners ausfahren. "Kommt's gut heim, bleibt's gesund und kommt's wieder", gab ihnen Bürgermeister Josef Schachner mit auf den Weg.

Quarantäne kam überraschend

Die lange Zeit des Ausharrens ist damit vorbei. "Es war schon eine sehr harte Pille, und es waren halt alle mehr oder weniger irritiert, dass es keine private Quarantäne gegeben hat. Die erste Woche war sehr schwierig, die zweite wesentlich besser. Jetzt haben wir es alle so gut als möglich geschafft diese außergewöhnliche Situation zu meistern", blickte der Bürgermeister im Gespräch mit der APA erleichtert zurück.

Als die Behörden die Quarantäne verhängt hatten, traf die Maßnahme den Ortschef im ersten Moment unvorbereitet. "Es ist ein Chaos", sagte der Bürgermeister Josef Schachner damals zum KURIER. Es habe "keine Kommunikation" gegeben, er habe selbst erst an jenem Samstag von den Maßnahmen erfahren. "Um acht Uhr kam der Bescheid", berichtet er. Um 8:30 Uhr seien die Straßen gesperrt worden. Gleichzeitig betonte der Ortschef damals auch, dass er die Maßnahmen selbstverständlich mittrage. Allerdings hätte er sich vorab Informationen gewünscht. Die Sperren seien überfallsartig passiert.

Gemeinde hat Kosten übernommen

Alle Abreisenden - der jüngste Gast war ein fünfjähriges Mädchen, die älteste Urlauberin eine 93-jährige Frau - haben eine Bestätigungen über die 14-tägige Quarantäne bekommen. "Seit 7.30 Uhr geht die Abreise gemütlich vor sich, viele frühstücken noch und werden im Laufe des Vormittags fahren, ein Stau ist nicht in Sicht", berichtete der Bürgermeister.

Die Gemeinde hat vorerst die Kosten für Kost und Logis übernommen. "Ich habe appelliert, dass die Betriebe zum Selbstkostenpreis arbeiten, jetzt hoffen wir, dass wir nicht im Stich gelassen werden", schloss Schachner.

Heiligenblut war übrigens innerhalb weniger Monate zum zweiten Mal von der Außenwelt abgeschnitten: Im November 2019 waren heftige Unwetter der Grund dafür, dass die Straße in den Ort für mehrere Tage gesperrt worden war.

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