Austria

Coronavirus: Homeoffice änderte Rollenverteilung bei Paaren nicht

Family together happy young beautiful with a little baby moves with boxes to a new home

© Getty Images/iStockphoto / Kuzmichstudio/IStockphoto.com

Frauen leisteten aber auch während der Corona-Krise weiter den Großteil der unbezahlten Arbeit.

Das Arbeiten im Homeoffice im Zuge der Corona-Pandemie hat an der traditionellen Rollenverteilung in Paarhaushalten nichts geändert. Nach wie vor leisteten Frauen die meiste unbezahlte Arbeit, wenn Kinder vorhanden sind, zeigt eine Studie der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien und der Arbeiterkammer (AK).

Für die Untersuchung befragten Forscherinnen der WU und der AK zwischen 20. April und 14. Mai rund 2.100 Personen online. Erhoben wurden Daten zu Mehrfachbelastungen während der Corona-Zeit, u.a. zur Verteilung unbezahlter Arbeit im Haushalt bzw. zur Zufriedenheit mit der Arbeitsteilung im Haushalt, zur Arbeitszufriedenheit im Homeoffice und zur psychischen Gesundheit.

Frauen leisten Care-Arbeit

Generell gilt in Österreich nach wie vor: Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflege werden vorwiegend von Frauen geleistet. Ein Wissenschafterinnen-Team um Katharina Mader vom Institut für Heterodoxe Ökonomie an der WU sah sich für die Studie an, ob sich diese Rollenaufteilung zumindest dann ändert, wenn beide Elternteile, wie während der Corona-Maßnahmen, im Homeoffice sind.

Resultat: "In Haushalten mit Kindern hat das Homeoffice keinerlei positiven Einfluss auf die Ausgewogenheit der Arbeitsverteilung", so Mader in einer Aussendung. Frauen in Paarhaushalten mit Kindern arbeiten - bezahlte und unbezahlte Tätigkeiten zusammengerechnet - insgesamt ungefähr 14,5 Stunden am Tag, davon sind 9,5 Stunden unbezahlt. Männer kommen auf etwa 30 Minuten weniger Gesamtarbeitszeit, bezahlte (6,75 Stunden) und unbezahlte Arbeit (sieben Stunden) halten sich in etwa die Waage.

Akademikerinnen stärker belastet

Interessantes Detail: Vor allem Akademikerinnen waren während des Lockdowns stärker belastet als zuvor. "In etwa jede dritte Frau mit Hochschulabschluss gab an, dass sie im Vergleich zu ihrem Partner einen größeren Anteil der unbezahlten Arbeit übernahm als zuvor." Unter den Frauen ohne Hochschulabschluss war dies nur bei jeder vierten der Fall. "Das liegt auch daran, dass diese Frauen im Vergleich zu Frauen mit höherer Bildung bisher schon deutlich mehr unbezahlte Arbeit übernommen haben", so Mader.

Sehr viel gleicher sind dagegen die Arbeitszeiten in Paarhaushalten im Homeoffice ohne Kinder verteilt: Hier sind beide knapp acht Stunden erwerbstätig und machen zusätzlich ca. drei Stunden Arbeiten im Haushalt.

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