Austria

Coronavirus: Gründer und Start-ups brauchen rasch Hilfe, appelliert Mahrer

Harald Mahrer

© Kurier / Juerg Christandl

Ca. 6.000 Unternehmen haben derzeit keinen oder nur wenig Anspruch. WKÖ-Präsident Harald Mahrer will für rasche Lösung sorgen.

Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer macht sich für Staatshilfe auch für Gründer und Start-ups stark: "Gründer und Start-ups liegen mir besonders am Herzen", sagte Mahrer am Samstag gegenüber der APA. Sie seien enorm wichtig für die Zukunft und genauso wie andere Unternehmen stark von den Einschränkungen durch die Coronakrise betroffen.

Es gehe geschätzt um ca. 6.000 Unternehmen, die derzeit keinen oder nur wenig Anspruch aus anderen Hilfstöpfen wie dem Härtefall-Fonds haben. Auch für sie brauche es rasch eine Lösung, dafür werde er sorgen, verspricht Mahrer.

Verbindliche Zusage der Banken

Mahrer begrüßte auch die verbindliche Zusage der Banken, die Kurzarbeit durch Kreditvergabe zur Vorfinanzierung abzusichern. Die Banken stünden in dieser außergewöhnlichen Situation den Unternehmerinnen und Unternehmern mit der dringend benötigen Liquidität zur Seite, betonte er in einer Aussendung.

Für die Unternehmer reiche die Kurzarbeitsbewilligung des AMS als Sicherheit für einen Kredit aus, um rasch und unbürokratisch die Vorfinanzierung für Löhne und Gehälter für die Dauer der Kurzarbeit zu erhalten. "Diese Maßnahme ist besonders wichtig, denn so können wir gewährleisten, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer weiterhin ihre Kosten decken können und niemand in Österreich um sein Gehalt fürchten muss."

Bereits in den letzten Tagen seien viele Punkte bei der Corona-Kurzarbeit weiter vereinfacht und entbürokratisiert worden . So wurde auch eine Lösung für Beschäftigte im Krankenstand und für Auszubildende gefunden. "Mit der Corona-Kurzarbeit haben wir ein Modell auf den Weg gebracht und verfeinert, das Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen durch die Krise hilft. Das Unternehmen zahlt letztlich nur die Arbeitszeit, die es auch erhält. Gleichzeitig bleiben die Arbeitsplätze trotz Krise erhalten", so Mahrer abschließend.

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