Austria

CO2 kennt keine Grenzen. Außer man bepreist es

Aber auch die Klimazölle sind wohl keine endgültige Antwort für die Verlagerung -intensiver Aktivitäten ins Ausland

Eine Möglichkeit, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aufrechtzuerhalten und den sogenannten Carbon Leakage, also die Verlagerung -intensiver Aktivitäten ins Ausland und damit verbunden gleichbleibende und gar steigende Emissionen weltweit, zu verhindern, besteht in der Implementierung eines Grenzausgleichs für -Kosten, umgangssprachlich als „Klimazölle“ bezeichnet.

Was ist dieses Instrument und was bedeutet es für die heimische Wirtschaft? Der Gedanke, einen Grenzausgleich zu implementieren, wird von vielen Ökonomen geteilt, zum Beispiel vom Gabriel Felbermayr – Leiter des IfW Kiel. Dabei geht es darum, dass -Kosten, die bei der Produktion im Inland anfallen, im Rahmen des Exports gutgeschrieben werden und heimische -Preise auf Importe aufgeschlagen werden. Dies würde dazu führen, dass exportierte Güter mit Gütern ausländischer Produzenten gleichgestellt wären und die Problematik von Carbon Leakage gemindert wird.

Produkte bepreist

Der Ansatz bricht mit bisherigen Prinzipien, denn bislang werden Emissionen bei ihrer Entstehung bepreist, mit einer -Grenzsteuer oder einem -Grenzausgleich würden hingegen die Produkte bepreist, ähnlich wie es bei einer Mehrwertsteuer der Fall ist. Ein solches System könnte nicht nur im Rahmen einer -Steuer sondern, auch in Rahmen eines Emissionszertifikatehandels etabliert werden.

Im letzten Fall müssten Importeure Zertifikate kaufen, während Exporteure für die Produktion aufgewendete Zertifikate ersetzt bekommen. Eine solche Regelung würde im optimalen Fall die nationalen bzw. EU-weiten Klimamaßnahmen auf das Ausland ausweiten und auch in Ausland Anreize bieten, in -arme Technologien zu investieren, um in das Zielland bzw. -region (zum Beispiel die EU) exportieren zu können.

Allerdings ist die Evidenz für die Stärke und Existenz des Carbon Leakage, bzw. der sogenannten „Verschmutzungsoasen“ unschlüssig. Es gibt empirische Evidenz, die einen solchen Effekt findet, aber auch widersprüchliche Ergebnisse.

Somit stellt sich die Frage, ob es sich nicht um eine Antwort auf ein Problem handelt, das gar nicht so stark vorhanden ist, wie oft wahrgenommen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass in Zukunft von deutlich höheren -Preisen auszugehen sein wird, um die Klimaziele erreichen zu können, was Carbon Leakage verstärken würde.

Dennoch stößt die Idee möglicherweise auf Probleme bei der praktischen Umsetzung. So ist die Bestimmung des -Ausstoßes im Ausland schwierig festzustellen, da unterschiedliche Interessen vorliegen.

Eine Möglichkeit kann darin bestehen, von der -ärmsten verfügbaren Produktionstechnologie auszugehen. Es müsste dann aber das Emissionsniveau für eine Vielzahl von Produkten bzw. Prozessen bestimmt werden und laufend an technologische Verbesserungen angepasst werden. Darüber hinaus müssten die Regeln so ausgestaltet werden, dass sie mit den Regeln der WTO konform sind, was ebenso kontroversiell sein wird und zu Unsicherheiten führt.

Ludwig Strohner ist  Leiter des Forschungsbereichs Öffentliche Finanzen bei EcoAustria.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Football news:

Ex-Schiedsrichter Andujar Oliver: Messi hat für den Kampf gegen Kunde keine zweite Gelbe verdient. Bereits die erste war übertrieben
Trainer Spartak-2 Pilipchuk über Roche: Mochte. Es war ein gutes Spiel, beide Mannschaften haben inhaltlichen Fußball gezeigt. Es gab viele Momente, Fußball kann man nicht Frühling nennen. Ich denke, dass für das erste Spiel das Ergebnis uns irgendwo befriedigt hat
Ronaldo gehörte in der Serie A zu den Top-3-Torschützen von Juventus Turin (71 Tore). Er überholte Dibalou
Rostov hat Protest gegen das Ergebnis des Spiels mit Zenit nicht eingereicht. Der eingewechselte Alexej Matjunin machte in der 77.Minute einen Fehler. Der Schiedsrichter ließ Blau-weiß Villmar Barrios ohne Abpfiff den Ball ins Spiel bringen und der Angriff endete mit einem Tor von Zenit-Spieler Dahler Kuzyaev
Ronaldo traf im Spiel gegen Verona zweimal von der Strafraumgrenze. Er hat 66 Schläge und 1 Tor bei Juve
Andrea Pirlo: Die jungen Juve-Spieler haben die Bedeutung der Details nicht verstanden. Er bat Ronaldo und Alex, mit ihnen zu sprechen, aber das war nicht genug
Trainer Verona: Wir haben heute viele Fehler gemacht und nicht das Beste gespielt. Wir hätten vieles besser machen können und nicht so banal falsch liegen können