Austria

"Chaotischer Winter" drückt auf Gewinn der Salinen Austria

Die Salinen Austria Gruppe hat im abgelaufenen Jahr nur 4,46 Millionen Euro verdient.

Die Salinen Austria Gruppe hat mit 150,8 Millionen Euro im Wirtschaftsjahr 2018/19 (per 30. Juni) einen ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr (151 Millionen) erwirtschaftet. Der Gewinn ist aber von 8 auf 4,46 Millionen Euro gesunken. Das geringere Ergebnis sei auf den Rückgang beim Auftausiedesalz zurückzuführen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Das gleiche Bild zeigt sich bei der Austria Salinen AG, also der reinen Salzproduktion. Der Umsatz blieb mit knapp 132 Millionen Euro etwa gleich, der Gewinn ging von 4,2 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro zurück. "Der sehr kurze, chaotische Winter hatte die Folge, dass es zu hohen Lagermengen und einem geringen Verkauf von Streusalz kam", hieß es auf APA-Anfrage aus der Salinen AG.

Man habe über 300.000 Tonnen Auftausiedesalz ausgeliefert. Der Winter habe aber gezeigt wie schwer planbar das Geschäft mit Streusalz sei. "Nach einem massiven Kälteeinbruch im Dezember folgte das Schneechaos im Jänner, während im Februar der Winter praktisch vorbei war", sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Untersperger. Für den kommenden Winter sei die Salinen AG gerüstet. Die Vorbereitung habe bereits im Frühherbst begonnen. "In den zwei großen Salzlagerhallen in Ebensee warten große Mengen an Auftausiedesalz auf ihren Einsatz."

Die Salinen Gruppe umfasst neben der Salinen Austria AG die Salzwelten GmbH und die Salinen Immobilien Gesellschaft m.b.H. An den Standorten Altaussee, Hallstatt und Bad Ischl werden jährlich 4 Millionen Kubikmeter Sole gewonnen, aus denen bis zu 1,2 Millionen Tonnen Salz produziert werden. In der Gruppe arbeiten 520 Menschen, 470 davon in Österreich. Die acht Standorte in Mittel- und Osteuropa sind reine Vertriebsniederlassungen.

(APA)