Austria

Burgenland: Testbetrieb im Corona-Notspital

15 Betten in Kuranstalt Bad Tatzmannsdorf und 108 im Eisenstädter Allsportzentrum stehen im Notfall zur Verfügung.

von Michael Pekovics

Die erste außerordentliche Station für Coronavirus-Patienten steht ab Montag in der Kuranstalt Bad Tatzmannsdorf zur Verfügung. Vorerst gibt es laut Krages insgesamt 15 Betten für Personen mit keinen oder leichten Symptomen.

In der Versorgungseinheit sollen Erkrankte aufgenommen werden, die keinen Spitalsaufenthalt benötigen, aber nicht in häuslicher Quarantäne bleiben können, etwa weil sie mit jemandem aus der Risikogruppe in einem Haushalt leben. Außerdem könnten laut Krages Patienten, die im Spital behandelt wurden, sich aber bereits auf dem Weg der Besserung befinden, in Bad Tatzmannsdorf behandelt werden. Ärzte und Behörden entscheiden, wer in der Versorgungseinheit untergebracht wird.

Testbetrieb in Eisenstadt

Derzeit gebe es zwar noch ausreichend Kapazitäten in den Krankenanstalten, aber „wir sorgen damit vorausschauend vor“, sagt Hans Peter Rucker, Geschäftsführer der Landesholding und interimistischer Krages-Geschäftsführer.

Sollten die Covid-19-Erkrankungen weiter zunehmen, stehen seit Samstag weitere 108 Notfallbetten im Eisenstädter Allsportzentrum zur Verfügung. Die Einrichtung wurde in den vergangenen neun Tagen umgebaut, am Wochenende wurde erstmals der Ernstfall geprobt.

Betrieben wird das Notspital mit drei Stationen vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Im Vollbetrieb wären rund 60 Mitarbeiter im Pflegebereich notwendig, dazu kämen weiters fünf bis sechs Mitarbeiter für die Aufnahme der Patienten und für Administration.

Notspital wurde in 9 Tagen eingerichtet

Am Mittwoch vor einer Woche sei das „Go“ von der Landesregierung gegeben worden. Dann habe man angefangen, die Firmen verbindlich zu organisieren und den Aufbau zu terminisieren. „Und heute ist es fertig“, skizzierte Primar Reinhold Renner die zeitlichen Abläufe. „Da sehen Sie, was in neun Tagen da eigentlich möglich war.“

Bezüglich des erforderlichen Material- und Geräteaufwands habe man versucht, zu mobilisieren: „Die Weltmarktlage ist derzeit so, dass nahezu nichts an medizinischem Material im Moment zu kriegen ist. Wir waren glücklicherweise aufgrund der Entscheidung des Landes Burgenland so früh dran, dass wir noch Ressourcen verfügbar hatten“, sagt Renner. Somit habe zum Beispiel die Sauerstoffversorgung noch installiert werden können.

Viele anderen Dinge seien leihweise hier: Die Wandabtrennungen kommen aus der Messe Oberwart, die Elektroinstallationen von Großbetrieben, die normalerweise Events wie Rockfestivals umsetzen.

Unterstützt wird das Notspital vom Roten Kreuz, das einen Container für medizinische Notfälle zur Verfügung gestellt hat, so Landesgeschäftsleiter Thomas Wallner vom Roten Kreuz Burgenland.

Kommt ein Patient in das Notspital, wird er zunächst aufgenommen, untersucht und anschließend auf die Bettenstation gebracht. Das Notspital sei ausgestattet mit Röntgen. Jedes Bett habe Sauerstoff und eine Stromversorgung, erläuterte Wallner.

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