Austria

Brand in Hallstatt: „Die Verunsicherung war groß“

Die Aufräumarbeiten sind im Gange, die Ermittlungen zur genauen Brandursache sind noch nicht abgeschlossen: Hallstatt kommt nach der Beinahe-Brandkatastrophe nur langsam zur Ruhe. Dass das Feuer absichtlich gelegt wurde, wird immer unwahrscheinlicher. „Die Verunsicherung war groß“, so der Bürgermeister.

„Die Ermittlungen gehen nach wie vor in alle Richtungen. Zurzeit wird aber nicht von einer absichtlichen Brandstiftung ausgegangen“, so Polizeisprecher Michael Babl. Bei dieser Nachricht fiel vor allem dem Hallstätter Bürgermeister Alexander Scheutz ein riesengroßer Stein vom Herzen: „Die Verunsicherung im Ort war bereits sehr groß. So eine Brandstiftung kann man eigentlich gar keinem zutrauen.“ Die Tatsache, dass sich das Feuer so schnell ausbreitete, verunsicherte die Bewohner. „Das wär das Schlimmste gewesen, eine furchtbare Tragödie für den Ort“, so Scheutz.

Experten sind vor Ort
Den ganzen Dienstag waren die Experten vor Ort, suchten in der abgebrannten Bootshütte nach brauchbaren Spuren - ausgewertet sind sie aber noch nicht. Auch am Mittwochvormittag wird fieberhaft nach dem Auslöser der Beinahe-Brandkatastrophe gesucht.

Straße noch immer gesperrt
Gleichzeitig wird daran gearbeitet, die Zufahrtsstraße wieder für den Verkehr freizugeben. „Die Dachstühle von den zwei betroffenen Häusern werden am Donnerstag abgebrochen. Der Rest bleibt stehen, ist soweit stabilisiert“, erklärt der Bürgermeister. In Zukunft wird man auf Kupferbedeckung setzen. Nachdem der Schutt von der Straße entfernt wurde, hofft man, am Freitag die Straße wieder freigeben zu können.

Noch eine gute Nachricht stimmt die Hallstätter optimistisch: Der Feuerwehrmann, der bei seinem Kampf gegen das Flammenmeer abstürzte, ist auf dem Weg der Besserung, dürfte in ein paar Tagen das Krankenhaus verlassen.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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