Austria

Blasenkrebs - Risiko vor allem für Frauen hoch

In Österreich erkranken rund 1500 Menschen jährlich an Blasenkrebs, davon rund 400 Frauen. Diese erleiden die Krebsform also seltener als Männer, haben aber bei der Diagnose bereits ein deutlich höheres Tumorstadium und eine schlechtere Prognose. Die Gründe dafür seien vielfältig, erläuterte Shahrokh Shariat, Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien.

Als Blasenentzündung abgetan

Ein Grund für die schlechtere Prognose ist, dass Frauen mit ihren Beschwerden meist viel später zum Urologen beziehungsweise zur Urologin kommen als Männer, da Blut im Harn – was ein Anzeichen für Blasenkrebs sein kann – oft mit einer Blasenentzündung oder einem Harnwegsinfekt abgetan wird. Deshalb sollten solche Symptome unbedingt medizinisch abgeklärt werden, raten Experten. Denn: "Je später die richtige Diagnose gestellt wird, umso schwieriger gestaltet sich eine erfolgreiche Behandlung des Tumors", so Shahrokh Shariat.

Wie aktuelle Studien der MedUni Wien zeigen, liegen die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei dieser Krebsart in molekularen, immunologischen, aber auch geschlechtsspezifischen Faktoren begründet. Daher müsse man künftig noch mehr als bisher bei der Vorsorge, Therapie und auch bei nötigen Eingriffen personalisierte, individuelle Modelle – Stichwort Präzisionsmedizin – anwenden, betonten die Mediziner anlässlich des internationalen Blasenkrebsmonats Mai.

Shariat und sein Team haben nicht nur herausgefunden, dass Frauen mit Blasenkrebs in jedem Stadium der Erkrankung eine deutlich schlechtere Prognose haben, sondern auch dass sich die Prognose im Gegensatz zu den Männern über die vergangenen Jahrzehnte nicht verbessert hat. Das Forschungsteam der MedUni Wien hat im vergangenen Jahr auch beweisen können, dass Frauen weniger auf die Immuntherapie, jedoch besser auf eine Chemotherapie ansprechen. Gerade vor einer Operation sollte daher bei Frauen die Chemotherapie bevorzugt werden.

Risikofaktor Rauchen

Einer der größten Risikofaktoren für Blasenkrebs sei das Rauchen, wie die Mediziner warnen. "Vor etwa 20 Jahren hat der Trend eingesetzt, dass immer mehr Frauen rauchen. Die immer noch steigende Inzidenz an Blasenkrebsfällen bei Frauen ist die Folge dieses Trends", erläuterte Shariat.

An der MedUni Wien wurden speziell abgestimmte Entwöhnungsprogramme für Raucherinnen lanciert, neben der Frühdiagnose werde zudem die zielgerichtete, geschlechtsspezifische Diagnose und Therapie immer wichtiger.

Zahlen zum Thema

275.000 Menschen waren 2020 mit der Diagnose Blasenkrebs konfrontiert, 108.000 Personen sind daran verstorben. Frauen erleiden diese Form des Krebses seltener als Männer, haben aber bei der Diagnose häufig bereits ein deutlich höheres Tumorstadium.

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