Austria

Big Data: Microsoft investiert 1 Milliarde Euro in Cloud-Rechenzentrumsregion

Industrial technology concept.

© Getty Images/iStockphoto / metamorworks/IStockphoto.com

So sollen Speicherplatz und Software über das Internet bereitgestellt werden.

von Johanna Hager

Wie umgehen mit großen Datenmengen und deren sicherer Speicherung?
Bundeskanzler Sebastian Kurz, Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck
und Microsoft-General Managerin, Dorothee Ritz, stellen die erste Cloud-Rechenzentrumsregion in Österreich vor. 

 

Egal ob Industrie, Handel oder Handwerk - das Leben verlagere sich in virtuelle Räume, schickt Kanzler Sebastian Kurz voraus. "Wer die Chancen der Digitalisierung nutzt, der schafft es, Arbeitsplätze von morgen zu kreieren."

Österreichs Wirschaft könne nur wettbewerbsfähig bleiben, wenn die Digitalisierung vorangetrieben wird. "Fast 40 Prozent der österreichischen Unternehmen nutzen Cloud-Services", so Kurz. Auf EU-Ebene werde die Transformation ebenso forciert.

"Zwei Milliarden Euro an Nettowertschöpfung"

Das 1 Milliarden Euro schwere Investment werde 2 Milliarden Euro an Nettowertschöpfung bringen, so Kurz.

"Knapp die Hälfte der neu geschaffenen Jobs sind im Bereich der Digitalisierung", so die zuständige Ministerin Margarete Schramböck und trage so zu 0,4% an Beschäftigungswachstum pro Jahr ab. Das Rechenzentrum, das in Österreich in den kommenden ein bis zwei Jahren entstehen soll, wird eines von 64 Rechenzenrtumsregionen sein.

"Es gibt heute keinen Wirtschaftszweig mehr, der nicht von den Digitalisierungsentwicklungen profitieren", so Schramböck. Wesentlich sei das "Thema Cloud. Wir befinden uns in Österreich auf Platz 17. Hier haben wir noch Luft nach oben." Skandinavien weise eine Cloudnutzungsrate von über 50 Prozent auf. 300.000 Unternehmen könnten europaweit durch die Cloudnutzung entstehen.

"Heute ist ein besonderer Tag für Microsoft in Österreich", sagt Microsoft-General Managerin Dorothee Ritz. Firmen, Start-ups und Institutionen sollen das größte Potenzial nutzen. Alle zwei Jahre verdopple sich die Zahl der Datenvolumen weltweit. "Wir brauchen Speicher, damit digitale Plattformen nicht zusammenbrechen."

"Ohne Cloud-Computing gibt es keine Digitalisierung"

Dorothee Ritz, General Managerin von Microsoft

Es gehe darum, dass Lernplattformen in Zeiten von Home-Schooling nicht ob tausendfacher Zugriff zusammenbrechen. Oder darum, dass Inhalte von Plattformen wie in der Medizin miteinander vernetzt und abrufbar werden.

"Ohne Cloud-Computing gibt es keine Digitalisierung", so Ritz, die erklärt: "Cloud-Computing ist Rechenpower aus dem Internet". Es gehe um die Speicherung und die Verarbeitung von Daten.

99 Prozent sind Nutzdaten, 1 Prozent persönliche Daten, so Ritz. Erste Bank und Bawag haben bereits zugesagt, das Rechenzentrum von Microsoft zu nutzen. In den kommenden vier Jahren sollen 120.000 Menschen im Bereich Cloud-Computing ausgebildet werden. Aus Sicherheitsgründen kann Ritz nicht über die Standorte der Rechenzentrumsregionen sprechen - nur so viel: Es werde im Osten Österreichs entstehen.

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