Austria

Biden veröffentlicht kurz vor TV-Duell jüngste Steuererklärung

Während US-Präsident Donald Trump den Bericht zu seinen Steuerbetrügereien eine "völlig Falschmeldung" ("total fake news") nennt und weiterhin keine Steuererklärungen öffentlich macht, veröffentlicht sein Kontrahent Joe Biden seine jüngste Steuerklärung. Das Wahlkampf-Team der Demokraten forderte Trump auf, mit der eigenen Erklärung nachzuziehen. 

Aus der Erklärung von Joe Biden und seiner Ehefrau Jill geht hervor, dass sie für das vergangene Jahr mehr als 346.000 Dollar (296.486,72 Euro) an Steuern und andere Zahlungen an den Bund abgeführt haben. Das gemeinsame Jahreseinkommen betrug demnach fast 985.000 Dollar (844.044,56 Euro). Die Bidens beantragten eine Rückzahlung von fast 47.000 Dollar, die sie nach ihrer Darstellung zu viel bezahlt hätten. Trump zahlte nach Darstellung der "New York Times" in zehn der 15 Jahre bis 2017 gar keine Bundessteuern. Seine entsprechende Last in den Jahren 2016 und 2017 habe jeweils 750 Dollar (642,67 Euro) betragen. Trump hat die Darstellung zurückgewiesen und erklärt, er habe "viele Millionen Dollar an Steuern" gezahlt. In den USA werden Bundes- und Landessteuern getrennt erhoben.

Die Vize-Chefin von Bidens Wahlkampf-Team, Kate Bedingfield, nannte die Veröffentlichung der Unterlagen am Dienstag einen historischen Schritt, der den Amerikanern den Glauben an die politische Führung zurückgeben solle. "Herr Präsident, veröffentlichen Sie ihre Steuererklärung oder halten Sie den Mund", sagte sie vor Journalisten. Eine Stellungnahme der Republikaner lag zunächst nicht vor. Die TV-Debatte am Abend (US-Ortszeit; Nacht auf Mittwoch MESZ) wurde mit Spannung erwartet. Biden liegt in Umfragen knapp vor Trump. In Teilen der USA wird bereits in diesen Tagen vor dem eigentlichen Termin am 3. November gewählt. Zudem werden vergleichsweise viele Briefwahlstimmen erwartet.

>> Das erwartet die Zuseher beim ersten TV-Duell.

>> nachrichten.at wird Mittwoch kurz nach 6 Uhr ausführlich berichten, u.a. mit einem ersten Kommentar von OÖN-Korrespondent Thomas Spang 

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