Austria

Biden: "Unsere Demokratie wurde auf die Probe gestellt"

Der US-Demokrat kritisiert Noch-Präsident Trump indirekt wegen dessen Anzweiflung des Wahlergebnisses. Letzterer
bekräftigt: "Die Wahl wurde von den Demokraten verloren. Sie haben betrogen."

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat Amtsinhaber Donald Trump indirekt wegen dessen Anzweiflung des Wahlergebnisses kritisiert. "Unsere Demokratie wurde dieses Jahr auf die Probe gestellt", sagte Biden am Mittwoch bei einer Ansprache vor Thanksgiving in Wilmington. "In Amerika haben wir vollwertige und faire und freie Wahlen. Und dann akzeptieren wir die Ergebnisse."

Trump hielt unterdessen an seiner unbegründeten Darstellung fest, bei der Präsidentenwahl gewonnen zu haben. "Die Wahl wurde von den Demokraten verloren. Sie haben betrogen", sagte Trump bei einem Treffen von republikanischen Senatoren im US-Bundesstaat Pennsylvania. "Wir müssen die Wahl drehen."

US-Medienberichten sollte Trump ursprünglich persönlich in Gettysburg anwesend sein. Offiziell war dies nicht angekündigt gewesen. Schließlich wurde er über das Handy seiner Anwältin Jenna Ellis zugeschaltet, die ihr Smartphone an ein Mikrofon hielt, um Trumps Stimme zu verstärken.

Trump stellt sich als Opfer von massivem Wahlbetrug dar, für die es keine Belege gibt. Seine Anwälte sind mit mehr als 30 Klagen vor Gerichten gescheitert. "Alles, was wir brauchen, ist ein Richter, der uns richtig zuhört", beklagte Trump.

Wahlkollegium wählt am 14. Dezember

US-Medien hatten Biden - wie in den Vereinigten Staaten üblich - am 7. November zum Gewinner der Wahl ausgerufen. Die Bundesstaaten bestätigen derzeit nach und nach die Wahlergebnisse - auch Pennsylvania hat das bereits getan. Biden gewann dort und sicherte sich 20 Wahlleute.

Der US-Präsident wird nur indirekt vom Volk gewählt. Die Stimmen der Wähler entscheiden über die Zusammensetzung des Wahlkollegiums, das den Präsidenten am 14. Dezember wählt. Für einen Sieg ist die Mehrheit der 538 Wahlleute nötig - Biden brachte bislang 306 Wahlleute hinter sich. Der Übergangsprozess vor dem Machtwechsel im Januar hat mittlerweile offiziell begonnen.

(Schluss) chg

(APA/dpa)

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