Austria

Bayern München stürmt in Richtung Titel

Bayern München machte einen großen Schritt in Richtung Meistertitel. Das Team von Hansi Flick gewann das Topspiel in Dortmund BVB. Nur noch sechs Runden sind zu spielen.

Weltweit lechzen die Fußballfans nach Spielen. Und gestern bekamen sie nach der langen Corona-Pause den ersten Leckerbissen vorgesetzt, ein echtes Sport-Highlight nach mehr als zwei Monaten. In mehr als 200 FIFA-Mitgliedsländern wurde das Spiel live oder zeitversetzt übertragen.

Doch die Begeisterung im Stadion hielt sich naturgemäß in Grenzen. Jeder einzelne Ruf der Spieler und Betreuer war im 80.000 Zuschauer fassenden Signal Iduna Park zu hören, ein Gemisch aus Deutsch, Englisch und Französisch, jedes Händeklatschen.

Starker Start

Dortmund begann die Partie mit viel Schwung. Schon in der ersten Minute schob Haaland den Ball unter Bayern-Tormann Neuer durch, doch Boateng konnte vor der Linie klären. Auf der anderen Seite hatten die Gastgeber viel Glück, als Dortmund-Tormann Roman Bürki schon geschlagen war, aber Piszczek beim Schuss von Gnabry mit viel Glück rettete (19.).

Die Bayern attackierten früh, Dortmund versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen, weitere Chancen blieben in der ersten Hälfte aus. Doch Joshua Kimmich reichte eine Halbchance: Dortmund bekam den Ball nicht weg, und der 25-jährige Mittelfeldspieler überlistete mit einem Heber aus knapp 20 Metern den nicht ganz unschuldigen Tormann Bürki

Mit Sancho und Can brachte Dortmund-Trainer Lucien Favre neue Kräfte, sein Team war nun zum Agieren verdammt. Doch die Bayern ließen hinten kaum etwas zu, David Alaba und Kollegen machten ihre Defensivarbeit fast fehlerfrei, und im Fall der Fälle war Manuel Neuer ein sicherer Rückhalt. Auf der Gegenseite hatte Robert Lewandowski mit einem Stangenschuss die beste Chance (83.). Es blieb beim knappen aber verdienten Sieg der Bayern, Flick und sein Team gratulierten einander mit der Corona-Ellenbogen-Berührung.

Mittwoch-Schlager

Am Mittwoch kommt es mit dem Spiel Leipzig gegen Hertha BSC zu einem Aufeinandertreffen zweier formstarker Teams. Die Leipziger feierten zuletzt einen 5:0-Auswärtssieg gegen Mainz, die Berliner haben beide Partien nach der Corona-Pause mit einem Gesamt-Torverhältnis von 7:0 gewonnen und damit Coach Bruno Labbadia einen optimalen Einstand beschert.

Daher lobte Leipzig-Coach Julian Nagelsmann die bisherige Arbeit von Labbadia. „Er bringt gute Emotionen rein. Seine Jubelläufe nach Toren gefallen mir sehr. Er überträgt seinen Elan auf die Mannschaft“, sagte Nagelsmann, der wohl auf Konrad Laimer (Knieprellung) verzichten muss. Der zuletzt starke Marcel Sabitzer und Hannes Wolf sind bereit.

In das Duell mit den Berlinern gehen die Sachsen mit einer Bilanz von vier Siegen aus den vergangenen vier Spielen.

Labbadia warnte unter anderem vor Leipzigs Topstürmer Timo Werner, dem er selbst einst beim VfB Stuttgart zum Profi-Debüt verhalf. Sonderbewachung will er dem DFB-Internationalen aber keine zukommen lassen. „Dann müssten wir einige in Manndeckung nehmen. Das wird schwer bei der Qualität“, sagte der 54-Jährige.

Ebenfalls am Mittwoch treffen die kriselnden Klubs Düsseldorf (Stöger, Suttner) und Schalke (Schöpf, Gregoritsch, Burgstaller) aufeinander. Augsburg empfängt Paderborn und Union Berlin (Trimmel) bekommt es mit Mainz (Onisiwo) zu tun.

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