Austria

Auf Meisterkus: Salzburg schüttelt auch Rapid ab

Der Titelverteidiger gewann das Duell mit dem ersten Verfolger mit 3:0. Die Hütteldorfer waren klar unterlegen, in der zweiten Halbzeit zudem einen Mann weniger.

Die heimische Bundesliga nimmt wieder den bereits gewohnten Verlauf. Salzburg entschied das direkte Duell mit Verfolger Rapid mit 3:0 für sich und eilt angesichts von nun sieben Punkten Vorsprung in der Tabelle dem achten Titel in Folge entgegen.

Die Punkteteilung hatte Rapid beinahe in Reichweite zur Spitze gebracht, ein 8:1-Kantersieg zum Auftakt der Meistergruppe gegen den WAC sowie die Gewissheit, Dietmar Kühbauer bis 2023 als Trainer zu haben, hatten mit einem grün-weißen Angriff auf die Salzburger Hegemonie spekulieren lassen. Doch daraus wurde nichts, der Serienmeister untermauerte am Sonntag seine Vormachtstellung

Rapid findet nach frühem Schock nicht ins Spiel

Kaum hatte die Partie begonnen, setzte es den ersten Rückschlag für Rapid. Ercan Kara und Filip Stojkovic krachten in einem Kopfballduell mit den Schädeln aneinander (2.). Stürmer Kara konnte mit Turban weitermachen, Rechtsverteidiger Stojkovic versuchte es, musste nach weiteren zehn Minuten aber doch für Thorsten Schick Platz machen. Mit Sicherheit ein Handicap für Kara, der an vorderster Front oftmals auf verlorenem Posten schien. Taxiarchis Fountas rannte viel, nur Zählbares schaute nicht heraus.

Der Bezeichnung Schlager wurde das Geschehen auf dem Platz nicht gerecht, wenngleich Salzburg mehr Nachdruck zeigte. Bei einem Lochpass enteilte Patson Daka seinen Bewachern, bezwang auch Torhüter Richard Strebinger, doch sein vermeintlich 24. Saisontor zählte nicht – eine falsche Abseitsentscheidung (11.). Es passte zum Spiel, dass die Führung schließlich aus einem Standard fiel. Mateo Barac verschuldete unnötigerweise einen Eckball, diesen köpfelte Enock Mwepu erst an die Latte, ehe im Fünfer Andre Ramalho gedankenschneller als die Rapid-Abwehr war und zum 1:0 einschoss (36.).

Ernüchternden 45 Minuten ohne grün-weißen Torschuss folgte mit Wiederanpfiff der nächste Rückschlag für die Hausherren. Maximilian Hofmann sah Rot für einen leichten Kontakt an Daka. Der Sambier war auch noch Richtung Cornerfahne denn Tor unterwegs, insofern eine harte Entscheidung. Damit war Rapids Schicksal besiegelt, allein Salzburg nutzte seine Chancen auf einen noch höheren Erfolg zunächst nicht. Denn Barac rettete gegen Brenden Aaronson vor der Linie (52.), Strebinger hielt gegen Mergim Berisha (56.). Ein Weitschuss von Enock Mwepu fand ins Netz, zählte aber nicht, weil Schiedsrichter Manuel Schüttengruber irrte und eine Berührung des im Abseits befindlichen Karim Adeyemi gesehen haben wollte (79.).

Mehr als ein in Ansätzen gefährlicher Schuss von Kelvin Arase (86.) schauten für Rapid offensiv nicht heraus, damit war die erste Heim-Niederlage in diesem Jahr nicht zu verhindern. Zumal Adeyemi für ein bitteres Ende sorgte: Der Deutsche schnürte in der Nachspielzeit noch seinen ersten Doppelpack in der Liga (93., 95.). Der Titelkampf scheint damit wieder einmal zu Gunsten Salzburgs entschieden.

(swi)

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