Austria

Auch Wimbledon kippt aus dem Sport-Kalender

Sie hätten es sich nicht leicht gemacht, aber inzwischen sei die Entscheidung alternativlos. Ian Hewitt, Vorsitzender des All England Lawn Tennis Club, verkündete gestern die Absage des traditionellen Tennis-Turniers auf den Rasenplätzen des altehrwürdigen Klubs im Süden Londons. Bisher hatte der Sport-Klassiker nur aufgrund der Weltkriege pausieren müssen. Heuer fiel die 134. Auflage des Turniers dem Coronavirus zum Opfer. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportveranstaltern soll man in Wimbledon gut gegen den Ausfall versichert sein.

Die Tennis-Organisationen ATP und WTA teilten kurz nach der Absage von Wimbledon mit, dass der komplette Tour-Betrieb bis zum 13. Juli ausgesetzt wird. Damit fallen auch die als Vorbereitung für Wimbledon gedachten Rasenturniere aus.

Eine Verschiebung des prestigeträchtigsten Tennis-Turniers im Kalender konnte nicht umgesetzt werden. Wegen der Verlegung der Olympischen Sommerspiele ins nächste Jahr wäre ein neuer Termin im August möglich gewesen. Es stand aber die Frage im Raum, ob die Corona-Pandemie zu diesem Zeitpunkt einen normalen Betrieb zugelassen hätte. Weiter nach hinten hätte das Turnier nicht verschoben werden können, da die Rasenplätze bei tieferen Temperaturen und mehr Schatten rutschig werden. Mit Ausnahme der zwei größten Plätze mit schließbaren Dächern verfügen die Courts in Wimbledon über kein Flutlicht. Zuvor war bereits die komplette Sandplatz-Saison inklusive der French Open in Paris, die Ende Mai starten sollten, abgesagt worden. Der französische Tennisverband hatte die French Open eigenmächtig und offenbar ohne Absprache auf 20. September bis 4. Oktober verlegt – und dafür viel Kritik eingesteckt. Nur eine Woche zuvor enden die US Open, wenn sie stattfinden …

Wann die Tennis-Tour überhaupt wieder zur Normalität zurückfinden kann, ist derzeit fraglich. Spieler, Trainer und Schiedsrichter sind auf weltweite Reisefreiheit angewiesen. Der Chef der Australian Open zeichnete bereits ein Horrorszenario. "Meine persönliche Sicht ist, dass es für das Tennis schwer wird, in diesem Jahr noch einmal zurückzukommen", sagte Craig Tiley dem "Sydney Morning Herald". "Wir müssen für den schlechtesten Fall planen und auf das Beste hoffen."

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