Austria

AstraZeneca liefert doch voll, Impfstoff bald für Senioren

"Das macht uns noch flexibler und bietet zusätzliche Möglichkeiten", sagte Oberösterreichs Impfkoordinator Franz Schützeneder am Mittwoch, angesprochen auf die Ankündigung des Nationalen Impfgremiums, den Corona-Impfstoff von AstraZeneca bald auch für über 65-Jährige zu empfehlen. Die wissenschaftliche Leiterin des Gremiums, Ursula Wiedermann-Schmidt, hatte erklärt, dass nun genügend Studiendaten vorliegen. Die Empfehlung könnte noch diese Woche erfolgen.

Der einfachere Transport von AstraZeneca im Vergleich zu Biontech/Pfizer und Moderna helfe bei der Logistik, wenn etwa Hausärzte ältere, nicht mehr mobile Menschen für die Impfung zu Hause aufsuchen, so Schützeneder. Auch für den künftigen Einsatz mobiler Impfteams sei das positiv. Abwarten müsse man, ob das Impfgremium AstraZeneca auch für Hochrisikogruppen empfehle.

Das Image des britisch-schwedischen Herstellers und seines Impfstoffs ist in der EU aber nicht das beste. Dazu trug das jüngste Verwirrspiel um mögliche abermalige Lieferkürzungen bei. Am Dienstagabend wurde von Verhandlungen der EU mit AstraZeneca berichtet. Der Konzern wolle die Liefermenge für das zweite Quartal auf 90 Millionen Dosen halbieren. Am Mittwochvormittag erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Streit für beendet. AstraZeneca teilte mit, die Lieferprognose ziele auf Einhaltung des Vertrags ab.

In Deutschland wollen sich etliche Impfberechtigte nicht mit AstraZeneca immunisieren lassen. Laut Robert-Koch-Institut wurden bis Dienstag nur 239.000 von 1,4 Millionen an die Länder gelieferten Dosen verimpft. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder echauffierte sich darüber. Ärzte beklagten einen "Impfstau".

Die Debatte weiter angeheizt hat der deutsche Virologe Alexander Kekulé mit seiner Aussage: "Ich sage mal etwas provokativ, AstraZeneca ist ein Impfstoff zweiter Klasse." Er verwies unter anderem auf 60 bis 70 Prozent Effizienz. Dennoch solle man sich damit impfen lassen: "Besser zweite Klasse mit der Bahn fahren als zu Fuß gehen." Ein anderer Virologe, Hendrik Streeck, betonte, dass es keinen Impfstoff erster und zweiter Klasse gebe.

Österreichs Ärztekammer warnte davor, eine Impfung gegen Corona abzulehnen. "Alle drei in Österreich zugelassenen Impfstoffe sind sicher und schützen bei den hierzulande vorherrschenden Virusarten zu beinahe 100 Prozent gegen schwere Krankheitsverläufe", sagte Rudolf Schmitzberger, Leiter des Impfreferates der Ärztekammer.

Laut Gesundheitsministerium und Impfkoordinator Schützeneder gibt es "hin und wieder" Personen, die sich nicht mit AstraZeneca impfen lassen wollen. "Aber es gibt genug Personen auf den Wartelisten, die das wollen."

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