Austria

Arash und Arman Riahi: Die Film-Bruderschaft [premium]

Die Regisseure Arash und Arman Riahi über ihre Mission – und ihre (leidige) Rolle als migrantische Posterboys des Austro-Films.

Ich habe einen wiederkehrenden Traum“, sagt Arman T. Riahi, „dass wir plötzlich im Iran sind, und meine Mutter sagt, wir brauchen keine Angst zu haben, alles wird gut. Sie setzt sich einen Tschador auf, und wir bewegen uns durch die Stadt, wir treffen alle Verwandten. Es ist immer Nacht, und wir schweben durch das Land wie Geister.“

„Ich habe einen ähnlichen Traum“, sagt sein großer Bruder Arash T. Riahi. „Ich bin irgendwie in den Iran gekommen. Ich war in der Türkei, nahe der Grenze, und ein Typ hat gesagt: Da ist eh keine Kontrolle, du kannst einfach rein. Ich besuche dann die Family, und ich weiß, solang ich nicht kontrolliert werde oder auffällig bin, kann ich mitschwimmen. Und dann erwischen sie mich doch – und ich wache auf, im heilen Österreich.“

In die österreichische Filmgeschichte haben sich die beiden Wiener Regisseure längst eingeschrieben. Sie gehören – einzeln und gemeinsam als „Riahi Brothers“ – zu den umtriebigsten Filmemachern des Landes. Der 48-jährige Arash, der auch als Produzent wirkt, etwa mit seinen Dramen „Ein Augenblick Freiheit“ (2008) und „Ein bisschen bleiben wir noch“ (2020), der 39-jährige Arman mit seiner Komödie „Die Migrantigen“ (2017) und seinem neuen Gefängnisschul-Drama „Fuchs im Bau“, das kürzlich die Diagonale eröffnete und jetzt österreichweit im Kino zu sehen ist. In ihrer Tonalität sind die Filme der Brüder sehr unterschiedlich, doch ihre Grundthemen sind ähnlich: Oft geht es ums An- und Durchkommen in einer neuen Heimat, um die Erwartungen einer Gesellschaft an das, was sie als „fremd“ oder „anders“ betrachtet, um die kreativen Methoden, mit denen sich Menschen Freiräume erkämpfen. Und immer wieder auch darum, dass man sich verstellen muss, um akzeptiert zu werden.

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