Austria

Anschober warnt vor zu frühem Maßnahmen-Ende

Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) kann nicht ausschließen, dass die Maskenpflicht ausgedehnt wird. Ein Ende der Maßnahmen sei noch nicht in Sicht.

Während Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kürzlich von einer "Ruhe vor dem Sturm" in der Corona-Krise und davon sprach, dass bald alle jemanden kennen würden, der an Corona gestorben sei, hieß es von Gesundheitsminister Anschober am Donnerstag noch, er sehe ein "Licht am Ende des Tunnels". In der "ZiB 2" mit ORF-Moderator Armin Wolf präzisierte er dies.

Den Österreichern jetzt zu sagen, dass es in die richtige Richtung gehe, wäre "das Falscheste in dieser Situation". Man habe "zu viele Menschen auf der Intensivstation und zu viele Tote", obwohl die Ansteckungskurve zuletzt abgeflacht sei. Und ja, es gebe ein "Licht am Ende des Tunnels", aber ob dieses größer werde, dass liege an unserem Verhalten: "Jeder ist ein Teil der Lösung und muss ein Teil der Lösung sein. Das Ziel ist, dass es nicht mehr Akuterkrankte als Betreuungsplätze gibt.

"Nicht so schnell aufgeben"

Deswegen warnte Anschober auch davor, die von der Regierung verhängten strikten Maßnahmen jetzt wieder zurückzunehmen. "Unsere einzige Priorität ist, das Zehntausende nicht sterben. Würden wir in einzelnen Bereichen wieder aufmachen, würden Werte wieder nach oben gehen. Wir müssen aber mit den Zuwächsen noch weiter herunterkommen".

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ziel sei es, nach der Phase der Maßnahmen mit der schrittweisen Rückkehr zur "Realität" einen Spielraum mit Krankenhausbetten zu haben, wenn die Infektionszahlen wieder nach oben gehen. "Mein Appell ist, jetzt nicht so schnell aufzugeben", so der Minister, der heftige Kritik an den Stimmen über, die eine sofortige Aufhebung der Maßnahmen im Sinne der Wirtschaft fordert: "Ich halte es verantwortungslos, über Menschenleben so zu sprechen. Für mich geht es um nichts anderes, als die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg zu bewältigen."

Kommt striktere Maskenpflicht?

Man wolle in Österreich keine Situation wie in Italien oder Spanien haben, wo Ärzte an ihre Grenzen stoßen, wenn sie entscheiden müssen, wer stirbt und wer behandelt werden kann. "Wenn es um Menschenleben geht, gibt es keine Vergleiche", so Anschober. Ja, es müsse nach der Krise ein Wiederaufbau bewerkstelligt werden, jetzt gehe es aber darum, dass die Menschen nicht sterben.

Dass Corona als zweijährige Welle mit immer wieder aufbrandenden Erkrankungen auftreten könne, wolle Anschober schon jetzt mit den sehr strengen Maßnahmen entgegenwirken, damit es keine bis zu zweijährigen Maßnahmen brauche. Was die Maskenplicht in Österreich betrifft, zeigte sich Anschober beeindruckt über das Engagement der Österreicher. Aber: Er könne nicht ausschließen, "dass wir das ausdehnen müssen", nämlich auch auf Öffis, andere Geschäfte als Supermärkte und Co.

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