Austria

Anschober-Rücktritt: Ein Prozess des Loslassens

Rudolf Anschober wollte nicht gehen. Er hat mit jeder Faser gegen den Rücktritt gekämpft, so beschreibt es ein Insider. Der Minister-Job hat Anschober getaugt, mindestens ebenso sehr hat er die Aufmerksamkeit und das Im-Mittelpunkt-Stehen genossen. Die Uneitelkeit von Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) liegt Anschober nicht im Blut. Ebenso wenig das Delegieren. Anschober wollte stets alles selbst erledigen, stets über alles Bescheid wissen, sogar Presseaussendungen hat er mitunter selbst geschrieben. 

Der Rückzug war in den vergangenen Tagen ein Prozess. Ein Prozess des Loslassens. Erst Dienstagfrüh informierten sowohl Anschober als auch Kogler Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Die Causa Auer ist nicht verziehen
Auf den Koalitionspartner ist man im Gesundheitsministerium nicht gut zu sprechen. „Wir sollten immer die Schuldigen sein, dabei war jeder einzelne Beistrich abgemacht“, heißt es. Vor allem die Angriffe und den darauf folgenden Abschuss des ehemaligen Impfkoordinators Clemens Martin Auer, ausgerechnet zu der Zeit, als Anschober mit einem Kreislaufkollaps im Spital lag, verzeihen die Grünen der ÖVP nicht.

„Woanders würde es nicht auffallen“
Ein wenig Jammern ist auch zu vernehmen. Die Grünen hadern damit, dass es ausgerechnet den Gesundheitsminister getroffen hat, der in einer Pandemie natürlich nicht ausfallen darf. In so manch anderem Ressort würde es nicht einmal auffallen, wenn der Chef sich auskuriert und ein paar Wochen nicht da sei, war da zu hören.

Auch im Kabinett ändert sich einiges
Dem Vernehmen nach hat der scheidende Minister seine Kabinettschefin und enge Vertraute Ruperta Lichtenecker als Nachfolgerin vorgeschlagen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Der neue Minister Wolfgang Mückstein wird sich teilweise wohl auch neues Personal suchen müssen, im Kabinett dürfte sich einiges ändern.

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