Mit dem Einpersonenstück Der Herr Karl haben Helmut Qualtinger und Carl Merz den österreichischen Opportunisten, Duckmäuser und Durchschwindler, aber auch den Überlebenskünstler porträtiert. Die Fernsehaufzeichnung von 1961, in der Qualtinger als Herr Karl im Lagerkeller eines Geschäfts darüber sinniert, wie er ohne ideologische Skrupel von den Sozialdemokraten zu den Austrofaschisten und weiter zu den Nazis wechselte, war im Österreich des Opfermythos ein Skandal. Jetzt hat sich Andreas Vitásek den Text für die Bühne vorgenommen. Premiere ist heute, Dienstag, im Wiener Rabenhof.