Austria

"Aktion scharf" der Liga - Auch Vorwärts testete falsch

Gestern bestätigte Vorwärts-Präsident Reinhard Schlager im OÖN-Gespräch, dass auch sein Klub das Präventionskonzept von Liga und Bundesregierung nicht richtig umgesetzt hat. Schlager: "Wir haben beim Test-Pooling immer je einen Spieler aus der gleichen Fünfergruppe getestet. Durch die Aussagen von Kapfenberg habe ich festgestellt, dass unser Vorgehen gleich gewesen ist, deshalb habe ich das sofort der Liga gemeldet und vollste Kooperation zugesagt. Gestern wurden alle Spieler einzeln getestet."

Das wird Vorwärts nicht vor einem Verfahren bewahren. Die klare Vorgabe der Liga war, dass jeder Spieler einmal wöchentlich getestet werden muss. Die Liga hat bereits nach den Ereignissen in Kapfenberg eine "Aktion scharf" eingeleitet: Alle Klubs wurden aufgefordert, freiwillig sämtliche Laborbefunde und auch Zahlungsbelege einzureichen, um zu beweisen, dass die verpflichtenden wöchentlichen Tests, für die es auch finanzielle Unterstützung gegeben hat, tatsächlich regelmäßig durchgeführt wurden.

Vor allem jene Klubs, die sich auf Punkt und Beistrich an die Spielregelen gehalten haben, üben jetzt natürlich Druck aus. Dazu gehört beispielsweise neben Blau-Weiß Linz auch der GAK. Bei den Grazern kann man sich laut aktuellem Stand der Dinge nicht vorstellen, am Wochenende gegen Kapfenberg anzutreten. Vorwärts trifft am Samstag auf Lustenau. Inzwischen gibt es Zweifel, ob die zweite Liga bein einer weiteren Ausweitung der Causa überhaupt zuende gespielt werden kann. SV-Ried-Finanzvorstand Roland Daxl glaubt allerdings nicht, dass die Fortsetzung der Liga in Gefahr ist. "Das müsste dann ja auch im Präventionskonzept stehen. Unabhängig davon ist es für die SV Ried kein Problem, die Daten an die Liga weiterzuschicken." Im Falle eines Abbruchs gibt es keinen Aufsteiger – und Tirol bliebe der Bundesliga-Abstieg erspart. Morgen findet eine schon länger geplante Klubkonferenz der Zweitliga-Vereine statt. Dabei wird es nur um dieses eine Thema gehen.

Hartberg unter Quarantäne

Auch in der Bundesliga gibt es nun einen ersten Corona-Fall. Ein Hartberg-Spieler wurde positiv getestet. Die gesamte Mannschaft steht unter häuslicher Quarantäne. Die Hartberger sollen am Samstag im ersten Liga-Play-off-Spiel auf den Sieger der heutigen Partie Austria gegen Altach treffen. Auch hier steht ein großes Fragezeichen im Raum. Der Name des Spielers wurde zum Schutz der Privatsphäre nicht genannt. (haba/rawa)

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