Austria

Abfallentsorgung in 12 Kärntner Gemeinden geprüft

Es war die erste Prüfung von Gemeinden, die der Kärntner Landesrechnungshof (LRH) durchführte: In Krumpendorf, Maria Rain, St. Andrä, St. Georgen im Lavanttal, Seeboden, Bad Kleinkirchheim, Finkenstein, Hohenthurn, Eberndorf, Globasnitz, Hermagor und Weißensee wurde die Abfallentsorgung überprüft. Positiv: Einige der ausgesprochenen Empfehlungen wurden bereits während der Prüfung von den Gemeinden umgesetzt.

Seit April 2018 hat der Kärntner Landesrechnungshof die Kompetenz, auch Gemeinden zu prüfen - das wurde in der Landesverfassung so festgeschrieben. Zum Start unterzig er zwölf Gemeinden einer Querschnittsprüfung, das Thema: Abfallentsorgung. Mit der Prüfung wollte der Landesrechnungshof aufzeigen, was Gemeinden in Kärnten verbessern können und was schon gut funktioniert. „Die Gemeinden können voneinander lernen“, so LRH-Direktor Günter Bauer.

Je zwei Gemeinden aus den sechs Abfallwirtschaftsverbänden (Klagenfurt, Lavanttal, Spittal an der Drau, Villach, Völkermarkt-St. Veit, Westkärnten) wurden ausgewählt - eine große (mehr als 3000 Einwohner) und eine kleine (weniger als 3000 Einwohner). In folgenden Gemeinden wurden die Leistungen für die Bürger und die Verwaltung der Abfallgebühren geprüft:

Der Tenor der Prüfung ist ein sehr positiver. Die Gemeinden sollen versuchen, Anreize zur Abfallvermeidung zu schaffen. „Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden funktionierte sehr gut. Schon während der Prüfung wurden unsere Empfehlungen angenommen und umgesetzt“, berichtet Bauer. Zum Beispiel: Die Gemeinde St. Georgen im Lavanttal hat die Empfehlung bereits umgesetzt, auf ein Holsystem für Altpapier und Kunststoffe umzustellen. So werde der Müll auch besser und gründlicher getrennt.

Was die Abfalltrennung angeht, fällt auf, dass die Gemeinden Hohenthurn, Krumpendorf und Maria Rain biogene Abfälle - etwa Grasschnitt und Laub - gar nicht getrennt sammeln. Das kritisierte der Landesrechnungshof.

Genau betrachtet wurden auch die Alt- und Problemstoffsammelzentren, von denen es in Kärnten offenbar zu wenige gibt: In den Gemeinden Globasnitz, Krumpendorf und Maria Rain gibt es gar keines. Zusätzlich wird in Maria Rain nur ein- statt wie gesetzlich vorgesehen zweimal jährlich eine Problemstoffsammlung durchgeführt. Das Alt- und Problemstoffsammelzentrum in Bad Kleinkirchheim hat überdies lediglich 45 Stunden im Jahr geöffnet. Die Gemeinden wollen diese Empfehlungen des Landesrechnunghofes umsetzen, manche haben bereits damit begonnen. 

Einen ausführlicher Bericht lesen Sie morgen, Freitag, in Ihrer Kärntner Krone.

Clara Milena Steiner