Austria

Ab heute: Wirtshauskost zum Abholen

"Das ist ein kleiner, überraschender Überlebensstrohhalm", reagierte der Gastwirt Reini Guttner von der "Schupfn" in Rohr im Kremstal auf die Lockerung in der Corona-Zwangsschließung von Gastronomiebetrieben. Ab heute, Samstag, ist aufgrund einer neuen Verordnung des Gesundheitsministers auch das Abholen von vorbestellten Speisen bei Gastronomiebetrieben erlaubt. Bisher war im Prinzip nur Lieferservice gestattet.

Guttner wird über Ostern seine seit Corona begonnene Jausenzustellung weiterführen, danach mit seiner Frau Silke zwei Tagesgerichte für zehn Euro bzw. 7,50 Euro zum Abholen kochen. Er geht, wie auch Branchensprecher Thomas Mayr-Stockinger, davon aus, dass vor allem Betriebe im ländlichen Raum, die kein Lieferservice hochziehen wollten oder konnten, von dieser Lockerung Gebrauch machen werden.

Karoline Patotschka, Wirtin des Landgasthauses Kaiser in der Saaß in Aschach bei Steyr, freut sich, "dass wir dadurch zumindest a bisserl etwas auffangen können, damit ich zumindest meinen Privatbedarf abdecken kann". Die 68-jährige "Vollgas-Wirtin" (wie sie sich bezeichnet) litt sehr unter dieser "Verurteilung zum Stillstand". Dabei hatte sie bereits viele Anfragen, durfte aber bisher keine Speisen zur Abholung kochen. Jetzt darf sie wieder und freut sich, auch wenn sie alleine und ohne ihre Helferinnen aus der Slowakei kochen wird. "Ich rechne mit mindestens 20 Bestellungen am Tag."

Mit diesem Abhol-Umsatz können zumindest die Fixkosten abgedeckt werden, hoffen die Wirte. Der Englhof in Gmunden etwa hat Kunden mit warmen Gerichten beliefert, vor allem ältere Menschen. Er wird bei diesem Service bleiben und keine Speisen zum Abholen zur Verfügung stellen.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner sieht das als gelungenen Schritt "in Richtung Wiederankurbelung des Wirtschaftslebens auch in Oberösterreich".

Mayr-Stockinger, der mit seinem Betrieb in Ansfelden seit einer Woche in der Umgebung warme Gerichte ausgeliefert hat, hat für die Abholmöglichkeit gekämpft. Das bringe zumindest ein paar Prozent vom Normal-Umsatz, was vielen Gastronomiebetrieben sehr helfe, noch dazu, weil rund 40 Prozent ohnehin nicht länger als 14 Tage ohne Umsatz überleben könnten.

Johanna Schallmeiner vom Gmundner Hoisn-Wirt, die auch Obfrau des Jungen Gastgewerbes ist, freut sich ebenfalls über die Lockerung. Ihr Familienbetrieb werde aufgrund der Entfernung zum Ortszentrum diese Möglichkeit aber nicht anbieten. Sie versucht derzeit die Stornierungen und Kreditanträge auch für den Hotelbetrieb abzuarbeiten. "Es ist mit null Umsatz sehr schwierig. Doch ich bleibe optimistisch."

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