Vor rund 45.000 Jahren ließen auf dem australischen Festland wahrhaft gigantische Lebewesen die Erde erzittern: Tonnenschwere, den heutigen Wombats ähnelnde Beuteltiere, Schildkröten mit den Ausmaßen von Kleinwagen, über sieben Meter lange Warane und annähernd drei Meter hohe Laufvögel sind nur eine kleine Auswahl der damaligen Megafauna auf dem Südkontinent. Warum all diese Riesen gegen Ende des Pleistozän verschwanden, war lange Zeit umstritten. Inzwischen geben zahlreiche Studien dem Menschen die Hauptschuld. Fakt ist jedenfalls, dass das Aussterben der Megafauna zeitlich mit der Eroberung Australiens durch Einwanderer aus dem Norden zusammenfällt.