Austria

120-Tage-Bilanz von Ortschef Egger: "Ich bin so richtig stolz auf mein Team"

100, 111 oder 120 Tage im Amt – je nachdem, wo und wie gemessen wird, geht es um den US-Präsidenten, die österreichische Bundesregierung oder, wie in diesem Fall, um den Bürgermeister von Seewalchen, einer der bevölkerungsmäßig größten und wirtschaftlich bedeutendsten Gemeinden im Bezirk Vöcklabruck.

Gerald "Gery" Egger (VP) leitet seit etwas mehr als 120 Tagen als Bürgermeister die Geschicke der 5700-Einwohner-Marktgemeinde Seewalchen. Hätte man ihn vor seinem Amtsantritt gefragt, wie viel sich in 120 Tagen in einer Gemeinde bewegen lässt, hätte er wohl geantwortet: "So manches, aber nicht vieles. Denn vieles braucht Zeit." Die Corona-Krise belehrte den Ortschef eines Besseren.

Eine Vielzahl an Problemlösungen und Weichenstellungen innerhalb kürzester Zeit seien dabei bei bestmöglicher Effektivität umgesetzt worden, freut sich Egger. War der Beginn der Amtstätigkeit im Jänner geprägt von unzähligen persönlichen Gesprächen mit Mitarbeitern, Partnern und Bürgern, so herrschte ab 13. März mit Beginn der Corona-Beschränkungen auch im Seewalchner Rathaus und somit für den gerade erst einmal im Amt befindlichen Bürgermeister Ausnahmezustand.

Die erste Zeit der Bestandsaufnahme und das "Hineinspüren" in Leute und Gemeinde sei ab 13. März einer Phase der Ausnahmesituation, des Agierens und der Strategie, die Gemeinde bestmöglich durch diese Krise zu lenken, gewichen, schildert Egger seine Anfangstage im Amt. Die stetige Aufrechterhaltung der Infrastruktur für die Bürger (doppelt besetzter Einsatzstab, Homeoffice-Arbeitsplätze), die finanzielle Soforthilfe für in Not geratene Seewalchner (Spendenkonto "Seewalchner für Seewalchner"), die Stärkung der hiesigen Wirtschaftsbetriebe ("Fahr nicht fort – kauf im Ort") sowie die Unterstützung der Corona-Risikogruppen durch die Einkaufshilfe-Aktion "Generationenhilfe" seien bei der Krisenbewältigung die wichtigsten Eckpfeiler bei seiner Arbeit gewesen, schildert Egger.

Eine laufende und transparente Information über sämtliche Entwicklungen in der Gemeinde und das generationenübergreifend sei das Ziel in dieser außergewöhnlichen Zeit gewesen, so der Bürgermeister: "Das gelang mithilfe von Postwurfsendungen – dem Bürgermeisterbrief –, Seniorenbriefen, Infoständern im Ortsgebiet, Newslettern, Beiträgen auf der Gemeindewebsite sowie der sozialen Medien." Zusätzlich sollte das neu installierte Bürgertelefon den Seewalchnern sieben Tage pro Woche als kompetente Anlaufstelle für Anliegen und Probleme dienen.

Auch auf die psychosoziale und körperliche Gesundheit der Bürger wurde durch Kooperationen mit dem Arbeitskreis "Gesunde Gemeinde" großer Wert gelegt. Um Hobbyfotografen, Eltern und Kindern die Zeit des Zuhausebleibens etwas zu verkürzen, wurden im April sowohl ein Foto- als auch ein Malwettbewerb ins Leben gerufen.

Nun werde in Seewalchen seit 11. Mai der Rathausbetrieb wieder Schritt für Schritt hochgefahren. "Ich bin stolz auf diese eigentlich kurze Zeit, in der so viel erreicht und bewegt wurde", sagt Gery Egger. "Vor allem bin ich so richtig stolz auf mein Team. Ich freue mich auf noch viele Tage im Dienste der Bürger und für meine Gemeinde." (gs)

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