Austria

1:1 gegen Rapid - LASK erkämpfte einen Punkt

Die Raiffeisen-Arena brodelte: Das erste Heimspiel der Athletiker der neuen Bundesliga-Saison war natürlich ausverkauft, die Fans des LASK und von Rapid machten über 90 Minuten Stimmung. Sie sahen eine intensive Partie, bei der es keinen Sieger gab. Dario Maresic schenkte Rapid das 1:0 (8.), Alexander Schmidt stellte sich bei seiner Heimpremiere mit dem Tor zum 1:1 ein (80.).

Vor einer Woche hatte Maresic noch ein souveränes Debüt in Altach gegeben (1:0). In der achten Minute trabte er einem langen Pass hinterher - im Gegensatz zu Ercan Kara. Der Rapid-Mittelstürmer verwickelte den LASK-Abwehrchef in einen Zweikampf, Philipp Wiesinger eilte zu Hilfe. Kara spielte einen Querpass auf Taxiarchis Fountas, der nur noch einzuschieben brauchte (8.).

Es war genau das passiert, was der LASK verhindern wollte: Nachdem Rapid zum Bundesligaauftakt und im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation bei Sparta Prag jeweils 0:2 verloren hatte, wollten die Athletiker den Gegner noch mehr verunsichern. Das 1:0 war dann aber genau das Erfolgserlebnis, dem Rapid hinterher gelaufen war.

Umstellung verpuffte

Rapid spiegelte wie gewohnt das 3-4-3 des LASK, was klare Zuordnungen ergab. In den Zweikämpfen waren die Wiener wuchtiger und aggressiver. Die Trinkpause in der Mitte der ersten Halbzeit nutzte LASK-Trainer Dominik Thalhammer, um sich aus dieser Zwangsjacke zu befreien, doch auch die Umstellung auf ein 4-3-3 fruchtete nicht. Rapid verteidigte kompromisslos und versuchte zu kontern.

Nach dem Seitenwechsel machte der LASK mehr Tempo und ließ Rapid anfangs kaum aus der eigenen Hälfte. Die Wiener bekamen trotzdem die Chance auf das 2:0: Nach einem Corner landete der Abschluss von Leo Greiml an der Latte (6.1.). 

Erstes Tor von Schmidt für den LASK

Auf der Gegenseite wurde Torhüter Richard Strebinger wurde von Rene Renner zur Glanzparade gezwungen (64.) - es war die erste wirkliche Torchance der Athletiker. Greiml klärte den Stanglpass von Peter Michorl (78.) - dann fiel das verdiente 1:1: Florian Flecker knallte den Ball in den Strafraum, Schmidt lenkte ihn mit der Hüfte ins Netz ab (80.). In der Nachspielzeit forderten die Athletiker vehement Elfmeter, als Mamoudou Karamoko im Strafraum fiel - doch der VAR überstimmte Schiedsrichter Rene Eisner nicht.

Es blieb beim 1:1, die Leistung nach dem Seitenwechsel sollte den Athletikern viel Mut für die kommende Aufgabe geben: Am Donnerstag steht das Auswärtsspiel in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa Conference League bei Vojvodina Novi Sad auf dem Spielplan.

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